Ich habe freundlicherweise von Samsung Schweiz die neu auf dem Markt erschienene Systemkamera Samsung NX200 zum Testen erhalten.

Ich werde daher ein wenig berichten was für Erfahrungen ich mit der Kamera gemacht habe und wie ich die Systemkamera einschätze.

Technische Daten will ich hier nicht wieder geben. Die findet man auf der Homepage von Samsung. Es gibt auch schon unzählige Testberichte und Messergebnisse zur Kamera.
Interessant sind die Berichte von DPREVIEW. In diesem Falle gibt es jedoch erst einen Preview und noch keinen detaillierten Testbericht.
Zum Thema Systemkamera findet man ein paar Informationen bei Wikipedia.
Ganz einfach zusammengefasst ist eine Systemkamera eine Spiegelreflex Kamera (SLR) ohne Spiegel. Die Kameras sind kleiner und haben Wechselobjektive.

Die sehr technischen Testberichte in den Magazinen decken zum Teil gravierende Unterschiede der getesteten Kameras auf. Doch viele der elektronisch kompliziert gemssenen Werte interessieren mich nur wenig. Für mich zählt schlussendlich die Handhabung der Kamera und das ausgegebene Bild. Darum fallen meine Tests sehr pragmatisch aus.

Da es Heute sehr schönes Wetter war machte ich ein paar Vergleichsaufnahmen mit meiner Nikon D300 (bestückt mit einem billigen 800.- Nikon Zoom).

Als erstes ein einfacher Vergleich der aufgenommenen Pixel. Die Nikon D300 hat einen 12 Megapixel Sensor, die Samsung NX200 einen unglaublichen 20 Megapixel Sensor:

Die Samsung nimmt die Bilder also mit einer wesentlich höheren Auflösung auf.
Der Vorteil ist, dass man ein Bild auch mal nachträglich beschneiden kann und trotzdem noch genügend Auflösung hat. Der Nachteil ist der zunehmend benötigte  Speicherplatz auf der Speicherkarte und der Festplatte.
Bei den JPG Bildern hält sich der Unterschied jedoch noch im Rahmen: NX200: 6,3 MB D300: 5,3 MB

Hier sind nun zwei praktisch identische Bildausschnitte miteinander verglichen. Seht Ihr den Unterschied?

Die Aufnahmen sind mit maximaler Auflösung im JPG Format aufgenommen und 1:1 wiedergegeben.

So sieht der unbearbeitete Bildausschnitt der Sasmung NX200 (Samsung 18-55mm) aus:

Und das das Ergebnis meiner Nikon D300 (Nikkor 18-200mm):

Die Samsung NX200 zeichnet knackescharfe Bilder auf. Die D300 Aufnahme erscheint da schon fast als verschwommen.
Ich finde jedoch, dass die NX200 fast übertreibt. Es scheint so als sei die Aufnahme überschärft?

Leider habe ich noch keinen RAW Konverter für die Samsung gefunden. Darum ist das Ergebnis etwas mit Vorsicht zu geniessen.

Und hier noch einen Schnappschuss auf dem Weg zur Arbeit. Die Kamera stand auf Automatik und bewältigte die Belichtungseinstellung mit Bravur:


Die Bildqualität der Samsung NX200 hat mich bis jetzt sehr überzeugt.

Leider gibt es aber auch schon ein paar Punkte die mich stören:
Das Gehäuse ist sehr Kantig. Je nachdem wie man die Kamera hält sind diese Kanten gut spürbar.
Wenn man eine Stativplatte an die Kamera schraubt wird der Akku/Speicherkartenslot abgedeckt. Zum Wechsel muss also die Platte abgeschraubt werden.
Der vorhandene Blitzanschluss löst meine Blitzsteuergeräte nicht aus. Dadurch kann ich die Kamera nicht im Fototudio ausprobieren.
Das Standard Objektiv 18-55mm lässt sich nicht so präzise bedienen. Aber vielleicht bin ich da mit meinen x-Tausend – Fr. – Objektiven etwas verwöhnt.
Bei einer Kamera in dieser Preisklasse sollte der Monitor verstellbar sein. Die Bildwiedergabe hingegen ist sehr deutlich, farbecht und scharf.

Die Bedienung der Kamera finde ich schon fast Genial. Auch ohne Handbuch findet man sich trotz vieler Bedienelemente sofort damit zurecht.
Das Abrufen der Funktionen und Einstellungen ist sehr intuitiv und logisch.

Insgesamt macht die Kamera bis jetzt einen sehr guten Eindruck. Ich werde aber bestimmt noch ein paar Testaufnahmen damit machen.
Weitere Infos zur Samsung NX200 folgen…

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