Dieses Mal zeige ich ein paar Test Aufnahmen mit unserer privaten Weihnachtsbeleuchtung.

In einem vorgängigen Blog habe ich ein paar Tricks verraten, wie man Weihnachtsbeleuchtungen einfach fotografieren kann.

Vor der Gemeindeversammlung hatte ich noch etwas Zeit um nachfolgende Testaufnahmen zu schiessen. Aus Bequemlichkeit und Zeitgründen habe ich auf ein Stativ verzichtet. Eigentlich ein Muss für Weihnachtsbeleuchtungs-Fotos. Oder anders ausgedrückt, ich wollte eigentlich die hochgelobten, hohen ISO Werte testen, welche bei vielen Leuten ein extrem wichtiges Kaufargument zu sein scheint. Also stellte ich die Kamera fix auf ISO 800 ein und fotografierte Freihändig ohne Stützhilfen.

Die Aufnahmen machte ich kurz vor 17 Uhr. Also zu einer Zeit wo es erst am eindunkeln war. Dafür stellte ich die Kamera auf eine leichte Unterbelichtung um die Bilder etwas dunkler wirken zu lassen. Dadurch sieht man auch noch etwas von der Umgebung und nicht einfach nur gelbe Punkte auf schwarzem Hintergrund. Das Problem dabei ist, dass die Zeit der Eindunkelung nur sehr kurz ist.
Es gibt aber auch Weihnachtsmotive die man sehr gut bei völliger Dunkelheit machen kann. So z.B. Weihnachtsbeleuchtungen in der Stadt wo es so viel Umgebungslicht hat. So sieht man nebst der Weihnachtsbeleuchtung trotzdem noch was von der Umgebung. Das künstliche Umgebungslicht ist meistens gelblich und lässt die Motive dadurch sehr warm erscheinen und das passt ja zur Weihnachtsstimmung. Evt. lohnt es sich den Weissabgleich manuell auf Kunstlicht (Glühbirne) zu stellen.
Wer viel Zeit hat und gerne am Computer Bilder nachbearbeitet, der kann natürlich auch HDR Aufnahmen machen. Damit kann man das Problem der extremen Lichtunterschiede genial umgehen.

Nun aber zu den Testbildern. Auch hier muss man nicht über die Schärfe diskutieren. Die JPG Bilder sind knacke scharf. Die Belichtung ist sehr gut. Ich habe die Bilder absichtlich etwas abgedunkelt. Die automatische Belichtungsmessung der Samsung NX200 ist jedoch sehr gut.

Unsere drei Hirsche (Hugo, Ferdel und Fauli)
Bei dieser Aufnahmetechnik fressen die Lichter natürlich aus. Dies schadet der Gesamtstimmung jedoch nicht.
Für eine perfekte Belichtung müsste man mit Stativ zur erwähnten HDR Technik greifen.

Die Tiefenschärfe wird der Blende entsprechend gering. Dadurch ergibt sich aber ein klar getrennter Vorder- und Hintergrund.

Der Unterschied zur modernen LED Beleuchtung wird hier klar. Viele LED Lichter sind noch in kaltem Weiss oder Blau.
Die komplette Beleuchtung mit solch ‚kaltem‘ Licht verliert an Stimmung. An der Bahnhofstrasse in Zürich brauchten sie ein paar Jahre um das rauszufinden. Aber sie haben es irgendwann auch gemerkt.

Detailaufnahmen von Weihnachtsbeleuchtungen haben auch ihren Reiz. Es muss nicht immer die ganze Beleuchtung auf ein Bild passen.

Da ich blaues Licht liebe (obwohl es ein kaltes Licht ist) dürfen blaue Lichteffekte nicht fehlen.
Hier wollte die NX200 die Fokussierung verweigern. Es brauchte etwas Geduld und mehrere Anläufe bis es klappte.

Fast alle Beleuchtungselemente stammen aus einer Systembeleuchtung. Der Vorteil dabei ist, dass man nur wenige Schaltuhren benötigt und keine Doppelstecker und Verlängerungskabel.
Gegenüber der LED Beleuchtung brauchen die klassischen Glühlämpchen jedoch viel mehr Strom was sich im Dezember – Stromverbrauch abzeichnet. Anscheinend machen die Weihnachtsbeleuchtungen jedoch knapp 2% des gesamten Dezember Stromverbrauches aus. Von daher ist das ja noch verkraftbar.

Schlussendlich ergeben LED und Glühlämpchen miteinander gemischt ein tolles Gesamtbild.

Bei solchen Motiven kommt die Samsung NX200 mit dem Standard Objektiv (18 – 55mm) an seine Grenzen.
Fokussierung praktisch unmöglich, eine präzise Bestimmung des Schärfepunktes fast unmöglich. Hier hätte ich es mit einer Spiegelreflex Kamera bestimmt einfacher gehabt.

Und nochmals eine Detailaufnahme einer Lichterkette mit den klassischen Glühlämpchen.

Zusammengefasst konnte ich mit der Samsung NX200 problemlos gute Aufnahmen unserer Weihnachtsbeleuchtung machen. Und das sogar ohne Stativ.
Die Auflösung von 20 Megapixeln ist natürlich beeindruckend. Obwohl sich die Frage stellt ob man überhaupt so hohe Auflösungen für durchschnittliche Erinnerungsfotos benötigt? Für die Präsentation im Internet auf der eigenen Homepage, im Facebook,  bei Twitter, in Fotocommunity’s und anderen Fotoplattformen braucht es das bestimmt nicht. Auch für ein Fotobuch sind 20 Megapixel ein absoluter Luxus.
Wenn es um grossformatige Drucke geht sieht es evt. etwas anders aus. Wobei man auch bei 12 Megapixel Poster in der Grösse bis A1 problemlos drucken kann.

Die anfänglich bemängelte Unhandlichkeit wegen der scharfen Kanten hat sich etwas relativiert. Man gewöhnt sich schnell an das Gehäuse und bis jetzt spüre ich keine bleibenden Schäden an meinen Händen durch das etwas kantige Gehäuse 🙂 Es ist für mich daher kein Argument mehr das gegen einen Kauf der Samsung sprechen würde.

Die Akkuleistung kann ich nicht so genau beurteilen. Bis jetzt reichte die erste Ladung und die Anzeige steht immer noch auf 2/3. Ich empfehle dennoch einen Zweit Akku generell als Zubehör Nr. 1 zu jeder digitalen Fotokamera. Wenn der Akku während einer Hochzeit schlapp macht oder in den Ferien gerade keine Steckdose zur Verfügung steht dann ist das sehr ärgerlich.

Das mal wieder ein Zwischenbericht zu meinem Praxistest mit der Samsung NX200.

In den nächsten Tagen folgt noch ein abschliessender Bericht mit dem Fazit ob ich mir die Samsung NX200 als Weihnachtsgeschenk anschaffen werde oder nicht.

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