Wie schnell zwei Wochen Ferien vorbei gehen…

Während den Madeira – Wanderferien fand ich praktisch keine Zeit um ‚live‘ aus den Ferien zu berichten. Darum wird es in den nächsten Tagen einiges Material zum Thema Madeira geben. Zudem gab es ein paar technische Hürden welche ich etwas unterschätze. Aber erst mal der Reihe nach.

Die Reise

Da wir (Meine Schwiegereltern, meine Frau und ich) nur knapp 10 Min. vom Flughafen wohnen, haben wir uns für den Vorabend-Check In entschieden. Das kostet neu, zumindest bei Air Berlin 6 CHF Aufpreis! Ist ja schliesslich eine Entlastung des Check In Schalters für die Fluggesellschaften und dann darf das ja schon was kosten? Als Gegenleistung blieb das Reisegepäck (aller die am Vorabend eincheckten) einen Tag länger in Kloten liegen und so erhielten wir, die zum Teil zerstörten Koffer, exklusiv ins Hotel geliefert. Liebe Air Berlin, dafür werden wir uns noch mit einem separaten Schreiben bei Euch ‚bedanken‘ …

Das Hotel

Wir buchten das Suite Hotel Eden Mar, rund 20 Gehminuten vom Stadtzentrum Funchal entfernt. Das 4 Stern Hotel ist absolut empfehlenswert! Ruhig, sauber, gutes Essen, guter Service und eine grosse Garten- und Poolanlage. Was will man mehr? Ein richtiger Geheimtipp.

Die Insel

Madeira ist eine wunderbare Insel für unternehmenslustige Leute. Insbesondere zum Wandern eignet sich die Insel sehr gut und das Klima passt dazu perfekt. Mit rund 20 – 28 Grad war es immer angenehm aber nie zu heiss. Natürlich eignet sich die Destination auch zum Fotografieren. 🙂

Die Leute

Wir durften viele freundliche und zuvorkommende Leute kennen lernen. Alle Portugiesen die im Tourismusbereich arbeiten sprechen gut Englisch und viele sogar Deutsch. Wenn unsere Schweizer Gastronomie nur halb so freundlich, aufmerksam und dienstleistungsorientiert wäre, müssten sich viel weniger Restaurantbesitzer über mangelnde Kundschaft beklagen. Wir fühlten uns auf Madeira als Touristen sehr willkommen.

Das Essen

Wer gerne Fisch hat, is(s)t hier sowieso richtig. Aber auch die restliche Küche ist sehr gut und vielfältig. Es gibt für jeden etwas Passendes. Die über 10 verschiedenen Restaurants die wir besuchten waren allesamt gut bis sehr gut.

Autos und Verkehr

Auf Madeira sind die Autos zu unserer Überraschung alle in einem sehr guten Zustand. Der Fahrstil der Portugiesen ist flott aber sehr angenehm. Die Mietautos sind im Gegensatz zu den griechischen Autos (Naxos und Kreta) ebenfalls in einem super Zustand. Die Insel ist nicht geeignet für ‚Sonntagsfahrer‘. Anfahren an sehr steilen Strassen (bis 45 Grad und mehr) ist keine Seltenheit. Enge Kurven, schmale Strasse und viele Tunnels sind omnipräsent.

Tunnels

Ich habe noch nie so viele Tunnels befahren wie in diesen zwei Wochen auf Madeira. Keine Ahnung woher das Geld kommt für diese Wahnsinnsbauten, aber es ist Genial. Auf Madeira gibt es in den Tunnels meistens Gegenverkehr. Man darf zum Teil im Tunnel überholen und Fussgänger trifft man ebenfalls an. Verzweigungen im Tunnel und Kreisel gleich am Ende des Tunnels sind keine Seltenheit. Ich war fasziniert.
Unsere für den Verkehr zuständigen Schweizer Politiker sollten unbedingt mal eine Schulreise nach Madeira unternehmen…

Landschaft

Zur Landschaft komme ich dann in den folgenden Fotoblogs. Von den rund 1’500 Bildern hat es sicher das eine oder andere interessante Foto gegeben.

Also komme ich noch zum technischen Teil. Wie erwähnt habe ich knapp eine Woche vor den Ferien meine neue Nikon D800 erhalten. Die Kamera ist zwar mein Werkzeug für meine Fotoshootings im Fotostudio. Aber zwei Wochen Ferien eignen sich wunderbar um die Kamera etwas besser kennen zu lernen.

Nikon D800 für Reisefotografie

Vorweg gleich mein Fazit: Mit der Nikon D800 habe ich einen perfekten Nachfolger für meine Nikon D300 gefunden. Die Kamera bietet die von Nikon gewohnt hohe Qualität und Zuverlässigkeit.
Wenn man gewisse Blogs und Forumsbeiträge liest, meint man nur mit dem Stativ halbwegs scharfe Bilder hinzukriegen. Aber das stimmt zumindest in der Reisefotografie überhaupt nicht. Die Nikon D800 eigent sich hervorragend für diese Sparte und man muss nicht öfters als bei anderen Kameras ein Stativ verwenden.

Hohe ISO Aufnahmen

Bis jetzt fotografierte ich zu 98% immer mit ISO 200. Aber die D800 animierte mich durchaus auch mal auf 6400 zu schrauben. So entstanden ein paar Bilder ohne Stativ in den relativ dunklen Kirchen.

Grosse Bilder

Grosse Probleme bereiteten mir einzig die rund 50 MB grossen RAW Bilder. Mein ca. 8 jähriger Core2Duo Computer mit 2 GB Ram und Windows 7 verkraftete Adobe Lightroom mit den D800 RAW Bildern nicht. So beschränkte ich mich auf die Datensicherung und die Verkleinerung auf 2048 Pixel grosse JPG Bilder. Selbst dazu benötigte das kleine Notebook jeweils Stunden.

Worpress

Mit dem iPad versuchte ich in WordPress ein paar Reiseberichte zu verfassen und ein paar Bilder hochzuladen. Doch mehrheitlich blieb WordPress mit einer nichtssagenden Fehlermeldung beim Bilderupload hängen. So gab ich es rasch auf, mich während den Ferien mit Hard- und Softwareproblemen zu ärgern.

Bildverarbeitung

Ich werde wie gewohnt die Bilder in Lightroom 4 laden, verschlag Worten, selektieren und dann in Photoshop bearbeiten.

Bild

So, genug geschrieben für’s Erste.
Hier eine 30 Sek. lang belichtete Aufnahme direkt vor dem Hotel. Erstellt bei einem kurzen Abendspaziergang.
Die Kamera stand natürlich auf dem Stativ. ISO stand auf 50. Ein ND8 Filter dunkelte das Bild ab um es bei dieser langen Belichtungszeit nicht zu Überbelichten.
Leider gelang mir der Effekt nicht wie gewünscht. Eigentlich sollte das Meer eine ganz glatte Oberfläche bilden.
Doch das Meer war zu diesem Zeitpunkt sehr unruhig. Trotzdem gefällt mir die Aufnahme weil die schwarzen, nassen Steine im Gegenlicht so glänzen und die Gischt durch die Langzeitbelichtung wie Bodennebel aussehen lassen.

Bild anklicken um es in Originalgrösse anzusehen

 

 

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