Heute waren wir an der Thur in der Nähe von Alten. Das Wetter war etwas wechselhaft und ich fand nicht wirklich tolle Motive an der Thur die mich inspirierten.

So entschied ich mich selbst ein paar Motive in die Landschaft zu bauen. Mich faszinieren diese von Menschenhand geschaffenen Steintürme, die man ab und zu an Seen und Flüssen antrifft.

Nach erstaunlich kurzer Zeit schaffte ich es, die ersten Steine aufeinander zu türmen.

Wer nicht einfach zuunterst einen Grossen Stein nimmt und dann immer kleinere darauf legt, merkt rasch, dass es einiges an Konzentration und Geduld benötigt.
Zudem braucht es auch Vorstellungsvermögen und einen guten Gewichtssinn.
Ich finde, dass Steine türmen eine gute Übung für Fotografinnen und Fotografen ist. Denn eines der wichtigsten Elemente bei der Fotografie ist meiner Meinung nach die Zeit.
Sich Zeit nehmen für ein Motiv, sich Zeit nehmen für eine gute Situation, sich Zeit nehmen für den passenden und einzigartigen Augenblick.
Oft habe ich das Gefühl das meine Bilder gerade deswegen scheitern. Ich nehme mir oft zu wenig Zeit. Ich will rasch vorankommen, alles festhalten was an mir vorbeizieht und weitergehen.
Doch gerade deshalb sehe ich die schönsten Motive, die besten Perspektiven und die passendsten Momente nicht.

Letztens las ich in einer Studie über einen Test mit Profi Fotografen und Hobby Knipsern. Da wurde festgestellt, dass die Profis im Schnitt wesentlich mehr Zeit nahmen für ein Bild als die Knipser.
Sicher ist das nicht der einzige Faktor für gute Bilder, aber ein sehr wichtiger.

Letzte Woche berichtete ich, dass ich in der nächsten Zeit keine kommerziellen Fotoshootings mehr anbiete. Grund dafür ist, dass ich mich fotografisch weiter entwickeln will.
Und dazu benötige ich vor allem Zeit. Durch die vielen Fotoshootings und Kurse nahm ich mir keine Zeit mehr um neues auszuprobieren. Um Fachbücher zu lesen und andere Fotografen verstehen zu lernen.

Darum werde ich, zumindest Symbolisch, in der nächsten Zeit noch ganz viele Steintürme bauen. 🙂

Kleinere Steine auf Grosse zu legen funktioniert ganz einfach. Spannend wird es, wenn man einen Stein auf den Spitz stellt und darauf einen wesentlich breiteren Stein darauf legt.

Auf dem Rückweg hat gefiel mir dann noch diese wellenartige Landschaft. Der Mais im Hintergrund und der Weizen im Vordergrund erinnerten mich ein wenig ans Meer.

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