Vor kurzem berichtete ich über unsere Flitterwochen in Kanada „Kanada Reise mit Hindernissen“

Heute folgt eine Bilderserie wo es um Kanadas Campingplätze geht. Die Bilder und unsere Erfahrungen sind von 2006. Daher kann sich in der Zwischenzeit einiges geändert haben.

Grundsätzlich wird zwischen Privaten und Staatlichen Campingplätzen unterschieden.
Die Staatlichen Campings sind in der Regel eher einfach gehalten ohne Luxus und Schnickschnack. Dafür sind sie entsprechend günstiger. Manchmal musste man das Geld einfach in einen Briefkasten werfen, manchmal kam ein Ranger irgendwann vorbei und kassierte die Gebühr. Die Standplätze für das Wohnmobil sind grosszügig bemessen und oft sieht man seinen Nachbar nur knapp durch die Sträucher und Gebüsche. Man fühlt sich z.T. noch richtig in der Wildnis. Einige Campingplätze liegen schon mal direkt neben einer Bahnlinie. Fährt dann ein Güterzug in der Nacht vorbei, kann das das zu einem Schockerlebnis führen. Das erste Mal, meinte ich dass der Zug direkt durch unser Wohnmobil donnert, so laut war das. Strom- und Wasseranschlüsse gibt es eher nicht.

Die privaten Campingplätze sind zum Teil riesig. Sie haben Kassier Stationen, so wie z.B. in Jasper. Da kann es dann schon auch mal eine zweispurige Schlange geben. Eine Vorreservation könnte je nach Saison empfehlenswert sein. Dafür gibt es sanitäre Einrichtungen, Aufenthaltsräume, Stromanschluss usw. In Jasper ist es ein ganz besonderes Schauspiel, wenn die ausgewachsenen und ‚wilden‘ Elche durch den Camping zwischen Zelt und Wohnwagen durchspazieren. Man sitzt beim Frühstück und nur wenige Meter daneben spazieren diese Riesenviecher an einem vorbei.

An einigen Camping Plätzen konnte man Feuerholz gratis mitnehmen, an anderen Orten musste man einen kleinen Unkostenbeitrag leisten. Es lohnt sich ein paar Holzprügel mitzunehmen. Denn in den kanadischen Parkanlagen gibt es fantastische Rastplätze mit Tischen, Bänken, Feuerstellen und WC Anlagen.

Zum Wohnmobil kann ich noch folgendes sagen: Es lohnt sich, eher ein zu grosses Fahrzeug zu buchen als ein kleines. Die Strassen sind endlos breit, die Parkplätze immer gross genug und die Benzinkosten werden deswegen nicht wahnsinnig höher. Dafür hat man eine fahrende Einzimmerwohnung wo keine Platzangst aufkommt. Die Heizungen sind extrem leistungsstark. Denn in Kanada kann es in der Nacht ziemlich kalt werden. Und da ist man froh, wenn man am Morgen in 5 Minuten das Wohnmobil aufgeheizt hat und eine schöne Dusche nehmen kann.

Wir fuhren ein Wohnmobil von Fraserway. Wir waren extrem zufrieden mit der Einführung, dem Fahrzeug und dem Service. Einzig bei den Zusatzversicherungen muss man etwas aufpassen. Meistens versuchen Sie den Touristen unnötige Zusatzversicherungen anzudrehen. Also vorher genau abklären was man benötigt und bei was man bereits versichert ist.

In Kanada sieht man Wohnmobile resp. Reisecars die kleinen, fahrenden Einfamilienhäusern gleichen. Riesige umgebaute Reisecars mit seitlich ausfahrbaren Wohnteilen. Hinten dran hängt in der Regel noch ein PickUp oder ein Kleinwagen dran. Solche Reisemobile können aber schon mal mehrere Hunderttausend Dollar und mehr kosten. Unglaublich. Hier ein Beispiel wie das so aussehen kann >>>

Das Reisen mit dem Wohnmobil empfanden wir als eine absolut geniale Reiseform. Wir waren super Mobil und das Vehikel war leicht zu fahren und zu parken.

 

Mit der Maus über das Bild fahren, dann siehst Du wie der Campingplatz heisst. Draufklicken um das Bild gross zu sehen.

2 thoughts on “Wohnmobil Campingplätze in Kanada”

  1. ganz cool finde ich den Autoparkplatz. Ein kleines Auto ist nämlich super wenn man in die Stadt rein will. Einige ziehen auch ein kleines Auto hinterher oder haben wenigstens ein Motorrad aufgeschnallt. Aber diese Häuser sind natürlich super und geräumig.
    LG Thee

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