Bevor es mit den ersten Timeplapse Slider Aufnahmen losgeht, benötigt es etwas Vorbereitung.
Nun habe ich die gewünschte Ausrüstung zusammen und warte nur noch auf das passende Wetter. 🙂

Heute beschaffte ich mir noch drei günstige Foto Stative als Slider Stützen und ein paar Transportboxen um die ganze Ausrüstung zu verstauen. Es läppert sich nämlich einiges zusammen und das ganze Material muss jeweils an den Aufnahmeort transportiert werden. Dazu kommen noch zwei komplette Fotoausrüstungen.

Mein Timelapse Equipment kaufte ich bei Cinetics. Das Produkt nennt sich CineMoco.
Ich habe gleich zwei zusätzliche Verlängerungselemente à 1.2 Meter gekauft. Damit kann man eine Strecke von bis zu 3.6 Metern mit der DSLR oder Video-Kamera zurücklegen.

Cinetics CineMoco Timelapse Slider

Jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Die Vorteile des Cinetic CineMoco System sind:
– Kann nachträglich mit weiteren Schienen-Elementen verlängert werden. Die meisten Slider haben eine feste Länge zwischen 60cm und 3 Metern.
– Je nach Anwendung und Platz kann man die Länge in 60cm Schritten beliebig zusammenstellen.
– Das System kann auch direkt auf dem Boden angewendet werden.
– Mittels dem mitgelieferten, beweglichen Stützsystem, kann man den Slider auch auf unebenem Untergrund aufstellen.
– Natürlich kann man den Slider auch auf Foto Stative montieren. Je nach Stativ erreicht man dann Anwendungshöhen von bis zu 1.6 Metern.
– Den Timelapse Slider kann man einfach zusammenschrauben. Es benötigt keinen Zahnriemen oder andere Konstrukte die man montieren und justieren muss.
– Für ferne Reisen oder schwierige Wanderungen kann man den Slider in einem Reisekoffer oder Rucksack verstauen.
– Man kann den Dolly (etwas rechts von der Mitte im Bild, mit den weissen Rädern) auch ohne Schiene auf glatten Untergründen (Boden, Tisch, Glasscheibe, Brett usw.) betreiben. Damit sind sogar 360 Grad Aufnahmen auf kleinstem Platz möglich. Man dreht die Räder einfach so, dass der Dolly sich in einem engen Kreis dreht.
– Die gesamte Speisung und Steuerung ist auf dem Dolly montiert. Es gibt keine Kabel die sich verfangen können. Man kann dadurch auch sehr grosse Distanzen zurück legen.
– Den Motor kann man durch ein passives Rad ersetzen (im Lieferumfang) und damit den Dolly auch für Filmaufnahmen nutzen. Damit kann man tolle Kamerafahrten machen.

Als Nachteile fallen mir folgende Punkte ein:
– Der Slider kann nur horizontal betrieben werden. Man kann also keine Timelapse Aufnahmen machen die in der vertikalen stattfinden. Slider mit Zahnriemen können in beliebigen Schrägen installiert werden und sich sogar Senkrecht bewegen.
– Der CineMoco eignet sich nicht so gut um z.B. über einen Überhang hinauszulaufen. Slider die auf einem robusten Profil laufen können z.B. zum Fenster hinaus ragen oder über einen Vorsprung hinaus fahren. Für den CineMoco müsste man einen Träger bauen, z.B. ein Brett oder ähnliches, auf welchem die Schiene verlegt wird.
– Was ich auch vermisse ist ein Endabschalter. Der Cinetics Slider kann unter Umständen über die Schiene hinausfahren, wenn man z.B. die Distanz falsch programmiert. Das könnte je nach Montagehöhe zur Zerstörung der DSLR führen.

Praxiserfahrung:

Wie sich das Produkt in der Praxis bewähren wird, werde ich in den nächsten Wochen herausfinden. Aktuell arbeite ich an einem Videofilm in dem ich mein Miet Fotostudio vorstelle. Das hat bis jetzt ganz gut funktioniert. Ich filmte mit der Nikon D800 und den Kameraslider benutzte ich ohne Motorantrieb. Die ersten Videosequenzen sehen schon ganz gut aus. Der Film braucht noch etwas Zeit bis er zusammen geschnitten ist.
Natürlich habe ich die Steuerung für den CineMoco auch schon ausprobiert. Die Bedienung ist sehr einfach und logisch aufgebaut. Die paar Menüpunkte hat man schnell kapiert und so kann man seine Timelapse Sequenz rasch einstellen.

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