Seit gestern benutzt Cinetics eines meiner MakingOf Fotos vom neuen CineMoco Slider. Darüber freue ich mich sehr. 🙂

Cinetics CineMoco - Facebook Titelbild

Natürlich habe ich die Nutzung meines Bildes explizit erlaubt. Das fand durch einen simplen Post im Facebook statt in dem ich mitteilte, dass Cinetics meine Making Of Bilder für Werbung benutzen darf.

Ich denke viele Facebook Nutzer sind sich nicht bewusst, dass man nicht irgend ein Bild das einem gefällt einfach als Facebook Header nutzen darf. Mann muss den Urheber des Bildes um Erlaubnis fragen, auch wenn man das Bild noch verfremdet.

Jedes Bild hat einen Urheber und somit gilt das sogenannte Urheberrecht. Das Urheberrecht bei einem Foto hat immer der Fotograf. Dieser bestimmt grundsätzlich was man mit dem Foto machen darf und was nicht. Ohne seine Einwilligung darf man sein Werk (das Bild) weder verbreiten, kopieren, bearbeiten noch vermarkten oder verschenken.

Das Urheberrecht darf man nicht mit dem Copyright verwechseln. Ein gewerblicher Fotograf hat in der Regel die Absicht sein Bild zu vermarkten. Sprich er verkauft sein Bild. Damit gibt er je nach Abmachung (Vertrag) teilweise oder komplett das Copyright an den Kunden weiter. Im Vertrag wird definiert wozu der Kunde das Bild verwenden darf. z.B,. für eine zweckgebundene Nutzung für eine bestimmte Broschüre oder eine Webseite. Oder er gibt dem Kunde das Bild zur freien Nutzung weiter. Somit kann der Kunde das Bild auch weiter verkaufen usw.

Bei Profifotografen wird meistens ein Nutzungsvertrag ausgehandelt und unterschrieben. Damit gibt es später (fast) keine Diskussionen. Als Hobby Fotograf kann ich ein Copyright auch mündlich weitergeben. Am besten ist jedoch immer, wenn man die Abmachung schriftlich festhält. Dazu reicht z.B. eine E-Mail.

Sonderfall

Soweit sieht das alles ganz einfach aus. An einem speziellen Beispiel möchte ich jedoch aufzeigen, dass es unter Umständen viel komplizierter wird.

Der Eiffelturm in Paris hat verschiedenste Registrierungen und Copyrights. Somit ist das das Fotografieren des Eiffelturms z.B. bei Nacht während er beleuchtet ist, nur mit Erlaubnis der Eiffelturmgeselschaft möglich. Denn die Beleuchtung ist eine geschützte Einrichtung die mit einem Copyright versehen ist.
Als Privatperson darf man Fotos vom beleuchteten Eiffeturm publizieren, sofern man den Hinweis „SETE – illuminations Pierre Bideau“ unter das Bild stellt. Will man das Bild jedoch verkaufen, muss man dafür eine Genehmigung einholen und vermutlich auch bezahlen.

Wer also mit seinen Bilder Geld verdienen will, sollte sich unbedingt etwas genauer mit dem Bilderrecht auseinander setzen. Im Internet gibt es darüber unzählige Informationen und Rechtsberatungen.

Das Copyrightzeichen (c)

Das oft gesehene Copyright Zeichen (c) hat übrigens keinerlei rechtlicher Wirkung. Egal ob ein Bild oder Text damit versehen ist, das Urheberrecht gilt sowieso. Nur wenn explizit darauf hingewiesen wird, dass man das Bildmaterial frei verwenden darf, ist das auch wirklich erlaubt.
Trotzdem kann man das Zeichen verwenden um etwas nachdrücklicher darauf hinzuweisen, dass das Bild geschützt ist.
Übergrosse (c) Logos über das gesamte Bild sind jedoch verpönt. Zudem machen sie die Wirkung des Bildes total kaputt. Leider gibt es einige sehr gute Fotografen die das wegen vermehrtem Bilderklau oft anwenden.

Gegen Bilderklau gibt es jedoch bessere Lösungen, z.B. in Form von digitalen ‚Wasserzeichen“. Diese sind heute schon so genial, dass man geklaute Bilder im WWW schnell finden und entlarven kann.

Über das digitale Wasserzeichen und warum ich bei einem Teil meiner Bilder die URL reinschreibe, berichte ich mal in einem separaten Blog.

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