Im letzten Blog zeigte ich zwei praktisch identische Aufnahmen einer Maurice Lacroix Uhr. Ein Bild wurde mit der Nikon D800 und dem qualitativ hochwertigen 105mm Makro von Nikon erstellt. Die andere Aufnahme entstand mit der Systemkamera von Olympus, der OM-D E-M5 und dem Kit Objektiv 12 – 50mm. (Der ursprüngliche Bericht: Olympus OM-D E-M5 oder Nikon D800? Wer sieht den Unterschied?)

Die Auflösung lautet wie folgt:
Das Bild 1 stammt von der Nikon D800 mit 105mm Makro
Das Bild 2 wurde mit der Olympus OM-D und dem 12-50mm Objektiv aufgenommen

Zum besseren Vergleich habe ich die gezeigten Bilder noch überlagert:

Vergleich Nikon D800 mit Olympus OM-D E-M5

Und das sind zwei 100 Prozent – Ausschnitte der jeweiligen RAW Daten ohne Bearbeitung:

Vergleich Nikon D800 mit Olympus OM-D E-M5

 

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich sehr überrascht war, dass der erzielbare Unterschied der beiden Kameras nicht deutlicher ausfiel.

Das Nikon Bild rauscht auf jeden Fall wesentlich weniger als die Aufnahme der Olympus. Dafür ist die Nikon Aufnahme etwas „weicher“ was in den Kommentaren auch angemerkt wurde. Trotzdem ist das Nikon Bild aber nicht unschärfer. Die Kanten sind für eine unbearbeitete 1:1 Abbildung sehr scharf.

Die Aufnahmen entstanden im Fotostudio bei Studiolicht. Ich stelle mir vor, dass sich bei nicht künstlichen Lichtverhältnissen (also ohne Studioblitz) die Ergebnisse wesentlich deutlicher ausfallen würden.

Der Test zeigt deutlich auf, dass man mit Bildbearbeitung sehr viel aus einem Bild herausholen kann. Bildrauschen und Schärfe werden heute mit Adobe Lightroom und Co. massiv beeinflusst.

In einigen Blogberichten las ich über Berufsfotografen, welche ihre DSLR Ausrüstung in die Ecke stellten und nun mit Systemkameras von Fujifilm oder Olympus unterwegs sind. Mein Testergebnis lässt mich diesen Schritt besser verstehen, dass selbst Profis zu den neuen „Kleinen“ wechseln. Reisefotografen die weit ab von der Zivilisation reisen, müssen zum Teil ihre x kiloschweren Ausrüstungen selber schleppen. Warum also nicht auf leichtere und kompaktere Ausrüstungen zurück greifen.

Auf der anderen Seite erlebte ich mit der Olympus schon Situationen, wo ich die D800 vermisste. Ich werde mich in der nächsten Zeit bestimmt nicht von der D800 trennen. Aber ich kann mir gut vorstellen, auf Reisen oder anspruchsvollen Wanderungen mich auf ‚die grosse Kleine‘ zu beschränken. Für Timelapse Aufnahmen, Studio Fotoshootings und technisch anspruchsvolle Aufnahmen wird die Nikon D800 weiterhin gross mit dabei sein. 🙂

Wir leben in der wohl spannendsten Zeit, seit es die Fotografie gibt. Die Technik kennt fast keine Grenzen. So können wir uns mehr denn je auf das Wichtigste konzentrieren, dem fotografieren. 🙂

Ich wünsche Euch ‚gut Licht‘ und viele tolle Motive.

3 thoughts on “OLYMPUS OM-D E-M5 ODER NIKON D800 – Das Ergebnis”

  1. Hallo Heinz

    Hier schreibst du zur D800: „Die Kanten sind für eine 1:1 Abbildung sehr scharf“. Im ursprünglichen Beitrag schreibst du aber es handle sich um das Optimum das du aus den Bildern herausholen konntest..

    Wie genau hast du die Bilder denn jetzt mit Lightroom bearbeitet?

    Und möchtest du nicht mal was zum Thema Tiefenschärfe mit den beiden Kameras machen? (wäre natürlich besser dabei nicht das Kit-Objektiv der OM zu nehmen… 😉

    lieber gruss seppli

    1. Hallo seppli

      Sorry, die Anfrage ist wohl vergessen gegangen.
      Ich bekomme Privat bis zu 30 E-Mails pro Tag. Wenn ich was nicht gleich beantworten kann, geht leider schon mal was unter.

      Die Anmerkung wegen der Kantenschärfe bei der 1:1 Abbildung bezieht sich auf das unbearbeitete Original.
      Die Anmerkung wegen dem Optimum, welches ich herausholte bezieht sich auf die Bearbeitete Version. Also dieser Version wo ich fragte ob man den Unterschied erkennt.

      Die Bearbeitungsschritte im LR kann ich leider nicht mehr nachvollziehen. Aber sicher Tonwertkorrektur, Kontrast, Helligkeit, Schärfe usw.

      Wegen dem Vergleich mit der Tiefenschärfe: Ich habe bis heute noch keine Festbrennweite für die OM-D. Daher liegt mir kein offenblendiges Objektiv zum Vergleich vor. Ich werde mir aber bestimmt noch eines zulegen. 🙂

      Grüsse
      Heinz

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