Schottland ist ein Land innerhalb des Vereinigten Königreichs Grossbritanniens und gehört somit auch zur EU. Trotzdem wird in England mit englischen Pfund (Pound Sterling) bezahlt.

In verschiedenen Berichten las ich, dass man in England nicht mit Euros bezahlen kann. Einige Geschäfte weisen Euros anscheinend explizit ab.

Nun kommt es noch lustiger. Die Schotten haben eine eigene Währung. Nämlich die schottischen Pfund. Dies ist die offizielle Währung Schottlands. In Schottland kann man mit englischen Pfund und mit schottischen Pfund bezahlen. In England hingegen werden schottische Pfund nicht akzeptiert. Wer also in beiden Teilen Grossbritanniens reist ist mit englischen Pfund besser bedient. Der Wechselkurs der beiden Währungen ist 1:1 identisch.

Schottland stimmt jedoch im September 2014 über seine Unabhängigkeit ab. Wird dies angenommen, wird sich einiges ändern, auch im Bereich der Währung und des Kurses.

Schottisches Pfund
Schottisches Pfund: Twenty Pounds – drei verschiedene Noten

Die freundliche Dame am CS Schalter informierte uns zudem darüber, dass es pro Notenwert unterschiedliche Noten geben kann. So habe ich z.B. drei verschiedene 20 Pfund Noten erhalten.

Woher kommt das? In Schottland haben verschiedene Banken die Lizenz zum Geld drucken. Und jede Bank macht ihr eigene Notendesign. Das habe ich so noch in keinem anderen Land gesehen. Anscheinend gibt es über 10 verschiedene Notendesigns.

Zusammengefasst – Schottisches Geld:

Währung: Schottische Pfund

Noten: Es gibt unterschiedliche Noten von der selben Währung

Bezahlen: Man kann mit Schottischen Pfund und mit Englischen Pfund bezahlen. Euro wird nicht akzeptiert.

Kreditkarten: Kreditkarten sind weit verbreitet und ein übliches Zahlungsmittel.

EC: Mit EC kann man nicht bezahlen aber man kann damit Bargeld abheben (Achtung, evt. hohe Kommissionsgebühren)

 

2 thoughts on “Schottland – Was man übers Geld wissen sollte”

  1. Ach, mach Dir keine Sorgen. Sicherlich gibt es schottische Banknoten, die kann man aber genauso in England verwenden und engliche Pfund überall in Schottland. Der Unterschied ist rein äusserlich. Ich hole mir immer Geld mit deutscher Kredit- oder EC-Karte am Automaten. Die Gebühren sind bezahlbar (so vier oder fünf Euro pro Abholen). Es stimmt in Geschäften kannst Du nahezu überall mit Kreditkarte, aber an Geldautomaten auch überall mit EC-Karte weiterkommen. Mit Gebühren kannst Du so zwischen 1,20 und 1,30 Euro pro Pfund rechnen. Übrigens: Auf Strassenschildern sind alle Angaben in Meilen /etwa 1,60 km pro Meile). Und Höchstgeschwindigkeit auch auf Autobahnen ist 70 m. In Orten 30 m. Blitzer sind selten, aber auch sehr teuer.

  2. Noch ein paar Bemerkungen über den schottischen Patriotismus: wenn Du – wie ich früher – einfach die Inselbewohner in einen Topf werfen möchstest und die Schotten auch als eine Art „Engländer“ sehen willst, so wird man Dir vermutlich ruhig, aber bestimmt erklären, dass Schottland nicht England ist, vielleicht britsch, aber bestimmt nicht englisch. William Wallace wird bis heute als Nationalheld gefeiert, weil er im 13. Jahrhundert die Engländer besiegte. Der Film „Braveheart“ hat dies sehr eindrucksvoll zum Thema. Der William-Wallace-Turm bei Stirling ist vielbesucht.
    Nationalisten gibt es wenig (wenigstens bin ich noch keinem begegnet), aber Patrioten sind die meisten. So ist es gar kein Problem, wenn ich als Deutscher im Schottenrock bei Hochzeiten oder anderen Feiern auftauche, ich bin schliesslich lange mit einer Schottin zusammen. Aber als bei ASDA (dem britischen Walmart) zur letzten Fussball-Weltmeisterschaft Fähnchen und T-Shirts mit englischer Fahne (schmales rotes Kreuz auf weissen Grund) auftauchten, wurden die als „unverkäuflich“ zurückgeschickt (meine Liebste ist da Managerin). Die schottische Fahne ist übrigens weisses Andreas-Kreuz auf blauem Grund.
    Übrigens: ein gutes Foto-Motiv in den Highland finde ich die alten Steinbrücken neben den modernen Strassen: bei modernen Wegbegradigungen sind die neuen Strassen mit neuen Brücken neben die alten Wege gebaut – und die alten Brücken sind wunderschön übrig geblieben- und schon wieder ein wenig von der Natur zurückerobert.

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