Heinz Dössegger

Die Story

Im Dezember 2013 machte ich ein paar Luftaufnahmen vom Pfäffikersee (Pfäffikersee aus der Vogelperspektive). Im Blog erwähnte ich auch meinen unglücklichen Armverdreher. Das war vor fast 8 Monaten und ich ahnte noch nicht was dieser dumme Ausrutscher für Folgen haben sollte.

Der Unfall

Ich half dabei, einen steckengebliebenen Behindertentransporter aus dem Schlamm zu schieben. Dabei rutschte ich aus. Um nicht in den Dreck zu fallen, hielt ich mich am Seitenspiegel des Kleintransporters fest. Mein ganzes Gewicht lastete am verdrehten Arm. Es gab einen hässlichen Schmerz und mir war sofort klar, da ging was ‚kaputt‘.

Ein Held kennt keine Schmerzen

Der Unfall war mir sehr peinlich und so half ich weiter bei der Bergung des Behinderten-Transporters. Meine Schmerzen verheimlichte ich so gut es ging. Den Transporter kriegten wir schlussendlich aus dem Schlamm und (fast) alle hatten Freude.

Meine Selbstdiagnose

Zuhause machte ich mit Hilfe des Internets meine Selbstdiagnose. Dr. Fotofreak diagnostizierte einen schmerzhaften Muskelfaserriss. Im Interne las ich, dass eine Heilung recht lange dauert. Dass man den Arm nicht stark belasten soll und möglichst keinen Sport treiben soll. Zweiteres erfüllte ich ja sowieso. 🙂

Die Besserung

Bis zum ersten Arbeitstag im neuen Jahr konnte ich meinen Arm bereits wieder ein wenig anheben. Zwar ging es nur sehr langsam besser aber nach etwa 3 Monaten hatte ich nur noch bei besonderen Bewegungen Schmerzen. Dr. Fotofreak glaubte, dass er auf dem Weg der Besserung sei.

Die Verschlechterung

Doch es kam anders. Immer öfters erwachte ich in der Nacht mit starken Schmerzen. Jeweils nach zwei, drei Minuten Entlastung und Armmassage legte sich der Schmerz. Doch diese belastenden Situationen häuften sich.

Zum Arzt

Zwei Wochen vor unserer Schottland Reise ging ich fast freiwillig zum Arzt. Der fand dann Fall sehr spannend und speziell. Eine klare Diagnose gab es jedoch nicht. Er jagte mir eine Kortison Spritze in den Arm.
Der Arzt: „Das hilft bestimmt für die Ferienzeit und wenn es nicht besser wird, soll ich mich nach den Ferien nochmals melden“.

Zum Physiotherapeut

Leider wurde es nicht besser und so meldete ich mich nach den Ferien und einer Woche Bedenkzeit nochmals. Der Arzt verwies mich in die Physiotherapie.
Nun verstand ich langsam den Ernst der Lage und meldete mich gleich zur Behandlung an.

Die Diagnose

Mein vermutlich sogar korrekt diagnostizierter Muskelfaserriss wurde rasch zur Nebensache. Denn die Probleme wurden am Schultergelenk geortet. Rasch stand die Diagnose „frozen shoulder im Vordergrund. Mein Bewegungsradius des rechten Arms ist massiv eingeschränkt. Blockiert einfach oder es tut so fest weh, dass ich dagegen halte.

Mitte August muss ich noch zu einem Spezialarzt der ein MRI erstellt. Erst dann ist eine definitive Diagnose möglich.

Die Konsequenzen

Oft werde ich ja gefragt woher ich die Zeit nehme für all meine Hobbys und meinen Blog. Nun ja, bis jetzt ging es irgendwie.

Nun benötige ich zwei Mal pro Woche je 1,5 Std. für die Physiotherapie. Bei jeder Behandlung wurde eine weitere Maschine instruiert wo ich eine Übung absolvieren muss. Der Hammer war jedoch, dass ich Zuhause täglich mindestens 1 bis 1,5 Std. lang Übungen machen muss. Mein erster Gedanke war, wo klaue ich mir diese Zeit? Nun ich werde wohl die eine oder andere Aktivität vorüber gehend einstellen müssen. Bereits habe ich diverse Termine für Fotoshootings und Sponsored-Blogpost’s abgesagt. Ein riesiger Frust. Ich werde versuchen meine Blogs in Zukunft kürzer zu fassen. Aktuell noch ohne Erfolg, wie ich gerade merke. :-/

Meine Lehre daraus

Warum schreibe ich das ganze überhaupt in meinen Blog? Vielleicht helfe ich dadurch dem einen oder anderen, nicht den selben Fehler zu machen! Wenn das gelingt, hat sich der Bericht gelohnt.

Ich gehöre zu den Leuten die meinen, nicht wegen jedem Bobo gleich zum Arzt rennen zu müssen. Im Irrglauben, damit die die Milliarden-Kosten unseres Gesundheitssystems zu entlasten. Dabei ist das einfach nur IDIOTISCH!
Denn einerseits kostet das Gesundheitswesen aus ganz anderen Gründen immer mehr Geld. (Darauf gehe ich jedoch nicht ein, weil ich hier ja nicht Politisch werden will). Und anderseits reden wir hier ja nicht von einem Hatschi Husten wo man einfach wieder mal blau machen will oder einen Aua Kratzer wo ein Pflaster reichen würde.

Wäre ich sofort zum Arzt gegangen, hätte ich dieses sekundäre Problem mit der ‚Frozen shoulder‘ vermutlich gar nicht bekommen. Denn mit grösster Wahrscheinlichkeit entwickelte sich dieses Problem nur weil ich den Arm fast nicht mehr benutzte. Ich bewegte den Arm wegen der Schmerzen möglichst wenig wodurch sich die Gelenke verklebten resp. sich die ‚Muskeln‘ zurück bildeten. Zudem meinte der Physiotherapeut, dass die Kortisonspritze äusserst ‚ungünstig‘ war.

Also, das nächste Mal werde ich ganz sicher vielleicht früher zum Arzt gehen.

Wie weiter mit meinem Blog?

Trotz grossem Zeitmangel versuche ich meinen Blog weiterhin aufrecht zu halten. Schliesslich gehen die Besucherzahlen langsam gegen 600 pro Tag und mein Ziel sind 1000 Besucher pro Tag! 🙂
Da habe ich also noch so einiges vor mir. Natürlich geht die Gesundheit vor und wenn nötig, werde ich hier etwas kürzer treten. Wir werden es je sehen.

2 thoughts on “Diagnose: Frozen shoulder

  1. Ich hatte die gleiche Diagnose vor etwa 5 Jahren, jedoch ohne vorherigen Unfall. Ich brachte mein Arm beim Anheben nur noch bis in die Waagrechte danach war vollständige Blockade.
    Physiotherapie war angesagt und Uebungen zu Hause jedoch ohne Maschine. 😉
    Nach ca. 1 Jahr war meine Schulter wieder zu 100% einsatzfähig und ist es bis heute geblieben.
    Gruss
    Karl Zürrer, Oberembrach

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