Seit unsere Weihnachtsbeleuchtung in Betrieb ist hat es entweder Nebel oder es regnet, so wie gerade jetzt.

Ich nutze daher die Zeit für ein paar kurze Testaufnahmen vom überdachten Sitzplatz aus. Eine gute Gelegenheit um ohne Zeitdruck ein paar Versuche zu machen.

Welcher Baum wurde mit welcher Kamera aufgenommen?

Kameravergleich Nikon D800 vs. Olympus OM-D E-M5
Kameravergleich Nikon D800 vs. Olympus OM-D E-M5 – Bearbeitete Bilder

Nebst der Kamera spielt natürlich auch das Objektiv eine wesentliche Rolle. Die beiden Kandidaten kann man durchaus miteinander vergleichen.

Objektive

Nikon D800: Nikon Nikkor AF-S 85mm, 1:1.8 G
Olympus OM-D E-M5 Olympus M.ZUIKO DIGITAL 45mm, 1:1.8 (entspricht 90mm bei Kleinbild)

Aufnahmedaten

Blende f / 2.8
Belichtungszeit 1/20 Sek.
ISO 100
Aufnahmeformat RAW (NEF / ORF)

Der Vergleich

Also auf der linken Seite ist die Aufnahme mit der Nikon D800, auf der rechten Seite die von der Olympus OM-D E-M5

Obwohl bei der D800 RAW Aufnahme die Farben etwas flauer sind, sieht man nach der RAW Konvertierung deutlichere Farbunterschiede der zwei LED Lichterketten. Bei der Olympus liegen die Farben einiges näher beisammen. Hier trumpft die D800 mit einer grösseren Farbdynamik. Beim Rauschverhalten sieht man den Vorteil des Vollformat Sensors an der D800. Nach der Bearbeitung sieht man den Unterschied jedoch nur noch minimal. Bei der Olympus sieht man bei einigen LED einen starken Lichtschimmer. Ich denke bei einem grösseren Abstand wird es diesen Effekt nicht mehr geben. Bei der Schärfe trumpft hingegen die OM-D gegenüber der D800. Ich bin mir aber nicht sicher ob die D800 in der Dunkelheit wirklich sauber fokussierte.

Kameravergleich Nikon D800 vs. Olympus OM-D E-M5
Kameravergleich Nikon D800 vs. Olympus OM-D E-M5 – Unbearbeiteter 100% Ausschnitt

Fazit

Die Olympus schlägt sich erfreulich gut in der Nachtfotografie. Wenn ich die Lichtringe bei den LED noch wegkriege werde ich wohl die folgenden Aufnahmen mit der OM-D durchführen.

Wenn das Wetter mitspielt mache ich die nächsten Bilder in der Abenddämmerung (blaue Stunde). Denn man soll ja auch noch etwas vom Hintergrund sehen. Das Zeitfenster um Weihnachtsbeleuchtung zu fotografieren ist recht kurz. Ich schätze so eine halbe Stunde. Danach kann man es mit der HDR Technik probieren und so die Aufnahmezeit noch ausdehnen.

Gerade bei LED Beleuchtungen zeigt sich ein grosses Problem. Die LED leuchten extrem hell (viel heller als die klassischen, stromfressenden Glühlämpchen) und gerade bei farbigen LED werden die Aufnahmen rasch überbelichtet. Die LED überstrahlen so stark dass man gewisse Farben gar nicht mehr erkennt. Meine Beleuchtung läuft jedoch nur auf 30% Leuchtstärke wodurch sich das Problem reduziert.

Die nächsten Aufnahmen werden also mehr Dynamik aufweisen, den Hintergrund wird man erkennen und ich hoffe noch etwas mehr Schärfe raus zu holen.

Tipp

Nutzt die Weihnachtszeit für ein paar Versuche in der Nachtfotografie/Weihnachtsfotografie. Geht frühzeitig auf die Pirsch (zur blauen Stunde – Wenn es ein dunkelt) und probiert verschiedene Kameraeinstellungen und Objektive aus. Dann Zuhause die Bilder auswerten und mit den gemachten Erfahrungen nochmals an den selben Ort gehen und die Aufnahmen mit optimierten Einstellungen wiederholen.

 

Weihnachtsbeleuchtung Testaufnahmen
Weihnachtsbeleuchtung Testaufnahmen

 

Weihnachtsbeleuchtung Testaufnahmen
Weihnachtsbeleuchtung Testaufnahmen

 

Weihnachtsbeleuchtung Testaufnahmen
Weihnachtsbeleuchtung Testaufnahmen

2 thoughts on “Kurzvergleich: Nikon D800 vs. Olympus OM-D E-M5 – Nachtaufnahmen”

  1. Ich habe deine Posts über die Adventsbeleuchtung immer gelesen und nun scheint sie aktiv zu sein. Gibts davon mal ein Video? Wie hoch ist der Gesamtstromverbrauch?

    Gruess
    Hans

    1. Hi Hans
      Ja, Beleuchtung ist in Betrieb. 😉 Leider stürzt die Software so alle 2 – 3 Std. mal ab. Irgendwie läuft sich das Memory voll und dann ist Feierabend. Sehr ärgerlich. Bin fleissig auf Lösungssuche.

      Sobald das Wetter mal mitspielt gibt es ein mega Video. Mit Multikopter und so wenn alles klappt. 🙂

      Stromverbrauch ist immer eine Sache. Die Netzteile haben eine theoretische Gesamtleistung von 900 Watt (3*300W). Da die Beleuchtung nur auf 30% Leuchtleistung läuft, aber im Hintergrund noch ein Notebook läuft, schätze ich dass es so um die 800 – 1000 Watt/h sind. Mal auf dem Smartmeter schauen ob man den Verbrauch ’sieht‘.

      LG Heinz

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