In Ergänzung zum letzten Bericht, wo ich hauptsächlich Adobe Lightroom als Bildbearbeitungssoftware erwähnte, möchte ich hier noch auf ein paar Alternativen aufmerksam machen.

Oft ist es so, dass geschossene Bilder im Nachhinein bearbeitet werden. Dafür gibt es viele gute Programme wie Photoshop, die allerdings recht kostspielig sind. Wer sich zu den Hobbyfotografen zählt, hat erfahrungsgemäß keine Lust, in ein teures Programm zu investieren. Die kostspieligen Varianten bieten meistens auch viele Features, die für den Hobbyfotografen nicht unbedingt nötig sind. Zu Photoshop und weiteren kostspieligen Programmen gibt es einige kostenlose Alternativen, die sich ebenfalls als sehr dienlich erweisen und für Hobbyfotografen eine gute Wahl sind. Aber was genau können die kostenlosen Bildbearbeitungsprogramme und wo sind sie erhältlich?

Welche Funktionen bieten kostenlose Bildbearbeitungsprogramme?

Ordentliche Bildbearbeitungsprogramme, egal ob kostenlos oder kostenpflichtig, sollen natürlich, über die wichtigsten Funktionen verfügen. Wichtig ist es, dass die Bildbearbeitungsprogramme Werkzeuge für folgende Situationen und Faktoren mit sich bringen:

• unter- und überbelichtete Bilder
• unscharfe Fotos
• kontrastschwache Aufnahmen
• Bildrauschen
• rote Augen
• stürzende Linien

Das sind die wichtigsten Funktionen, die eine gute Bildbearbeitungssoftware bereithalten sollte. Dafür stehen verschiedene kostenlose Programme zur Verfügung. Ebenfalls wichtig und interessant sind die Funktionen Farbmodus und Farbraum. Der Standardfarbmodus ist RGB mit 24 Bit. Bei dieser Farbwiedergabe werden die Echtfarben wiedergegeben. Es gibt jedoch auch noch weitere Farbmodi. Beliebt sind bei Hobbyfotografen und professionellen Fotografen die folgenden Einstellungen:

• Graustufenwiedergabe (8 Bit)
• Schwarzweiß-Wiedergabe (1 Bit)

Bei der Graustufenwiedergabe werden die ursprünglichen Farben in die entsprechenden Grauwerte umgewandelt. Hierbei gibt es 256 Grauschattierungen. Bei der Schwarzweiß-Wiedergabe hingegen wird nur zwischen weißen und schwarzen Pixeln unterschieden. Je nach Programm gibt es unter Umständen noch weitere Farbtiefen oder es besteht die Möglichkeit, die Bilder im RGB- oder CMYK‑Format anzulegen. Für Hobbyfotografen reichen in der Regel jedoch die wichtigsten Standardmodi.

Kleiner Tipp: Ausprobieren lohnt sich. Wer sich nicht entscheiden kann, der sollte im Vorfeld einige kostenlose Programme testen. So gibt es einen Überblick über den Funktionsumfang, die Menüführung und die allgemeine Handhabe.

Bildbearbeitungsprogramme kostenlos ausprobieren

Da es auf dem Markt so viele verschiedene Bildbearbeitungsprogramme gibt, ist es sinnvoll, die unterschiedlichen Programme auszuprobieren. So können Hobbyfotografen zunächst einmal in Ruhe testen und sehen, was das Programm alles kann und ob es genau die Funktionen mitbringt, die benötigt werden. Gerade bei den kostenpflichtigen Varianten bietet sich ein kostenloser Test an. Denn wer möchte sich schon ein kostenintensives Bildbearbeitungsprogramm zulegen, wenn dieses Programm möglicherweise viel zu viele Funktionen bietet und möglicherweise auch noch zu schwierig zu bedienen ist? Auch vom Bildbearbeitungsprogramm Photoshop gibt es eine kostenlose Testversion. Diese kann kostenlos mit wenigen Klicks heruntergeladen und installiert werden. Was müssen Hobbyfotografen zur Photoshop Testversion wissen?

• Testversion sieben Tage lang nutzbar
• Testphase beginnt an dem Tag, an dem sie heruntergeladen wird
• Alle Funktionen der aktuellen Photoshop Version enthalten

Bei der Bildbearbeitung kann die Wirkung des Fotos noch stark verändert werden.

In der Testphase können die verschiedenen Farbmodi ausgetestet, Bilder zugeschnitten und nach Wunsch bearbeitet werden. Sobald die Testphase vorüber ist, kann die Vollversion nicht mehr genutzt werden. Nun muss sich der Anwender entscheiden, ob er es dabei belassen möchte oder das kostenpflichtige Abo bestellt wird. Wer sich die Testversion herunterlädt, sollte deshalb direkt mit dem Ausprobieren beginnen. Denn sobald die Testversion heruntergeladen wurde, zählen die sieben Tage, unabhängig davon, ob direkt mit dem Ausprobieren begonnen wird oder nicht.

Kostenlose Programme zur Bildbearbeitung im Überblick

Im Internet sind viele interessante Informationen zu verschiedenen kostenlosen Bildbearbeitungsprogrammen zu finden. Hobbyfotografen, die sich noch nicht sicher sind, können dank des Internets die Erfahrungen anderer Nutzer nachlesen. So ergeben sich unabhängige Meinungen zu den verschiedenen Programmen. Einige interessante Bildbearbeitungsprogramme, die es als kostenloses Download-Programm gibt, sind Folgende:

• Gimp
• Photoscape
• Paint.net

Es könnten hier noch eine ganze Reihe weiterer Programme aufgelistet werden, doch das würde den Rahmen sprengen. Die oben genannten zeigen einen ersten Überblick in die Welt der kostenlosen Bildbearbeitungsprogramme und zählen zu den Bewährtesten.
Interessant ist auch eine bisher kostenpflichtige Erweiterungssoftware für Photoshop die unter dem Namen „Nik Collection“ bekannt geworden ist. Sie ist heute kostenfrei nutzbar.

Gimp als Photoshop Alternative

Die Wahl des richtigen Farbraums spielt eine Rolle, wenn das Foto beispielsweise später ausgedruckt werden soll.

Das Bildbearbeitungsprogramm Gimp ist ein kostenloses Programm, welches dem kostenpflichtigen Branchenprimus Photoshop in jedem Fall Konkurrenz macht. Es ist leistungsstark und bietet viele Möglichkeiten, um Fotos zu bearbeiten. Die kostenlose Alternative bietet:

• Professionelle Tools
• Spezielle Effekte
• Wichtige Auswahlwerkzeuge

Im Prinzip bietet Gimp die ganze Palette an Auswahlwerkzeugen, die auch von Photoshop bekannt sind. Unter anderem bietet das Programm die Werkzeuge für die Kontrastkorrektur, verschiedene Zuschnitt-Optionen, Freistellmöglichkeit der Bilder und diverse Montagetechniken. Es ist sogar problemlos möglich, komplexe Bildbearbeitungen mit dem Programm zu realisieren und wunderbare Fotos und Bilder zu erzeugen. Oftmals kann erst durch die Nachbearbeitung das gewünschte Ergebnis erzielt werden.

Photoscape bei Hobbyfotografen beliebt

Auch das Programm Photoscape kann sich auf dem Markt sehen lassen. Viele Hobbyfotografen verwenden dieses kostenlose Bildbearbeitungsprogramm. Es ist von der Bedienung besonders einfach und angenehm gestaltet und überzeugt mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Funktionen und einer großen Leistungsstärke. Mit diesem Programm können Digitalfotos verwaltet, bearbeitet und betrachtet werden. Selbstverständlich gibt es wichtige Werkzeuge wie Zuschneiden, Farb- und Kontrastbearbeitung und Weichzeichner.

Paint.NET als top Programm

Neben den beiden Programmen Gimp und Photoscape gibt es auch das stark frequentierte Programm Paint.NET. Dieses Programm, welches in Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelt wurde, bietet zahlreiche professionelle Werkzeuge zur Bearbeitung. Nutzer können beispielsweise mit mehreren Ebenen arbeiten. Zuschneiden, Bildkorrekturen und verschiedene Farbräume können ebenfalls genutzt werden. Es gibt für dieses Programm viele verschiedene Plug-Ins, wodurch Nutzer die Software ganz individuell nach eigenen Wünschen erweitern können.

Hier nochmals die Links zu den erwähnten Programmen und Tools:

Gimp
Photoscape
Paint.net
Nik Collection

Dieser Bericht entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Mitarbeiter Peter Baumann. Vielen Dank.

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