Basel ist ein beliebtes Pflaster für Fotografen. Warum, ist schnell erklärt, denn die Stadt hat Historie und Moderne gleichermaßen zu bieten: Basel ist über 2000 Jahre alt und die Altstadt lässt keinen Zweifel daran, dass die letzten 2000 Jahre mächtig imposant waren. Was es dort zu knipsen gibt, welche Perspektive die Beste auf das Basler Münster ist und wo moderne Kunstgebilde auf die fotografisch versierten Augen warten, verrät dieser Beitrag.

 

Diese Fotomotive gibt es im Zentrum der Stadt

Abbildung 1: Das Baseler Rathaus ist eine Besonderheit für sich. Rot erstrahlt die Farbe. Die Fassade hingegen ist sehr detailverliebt erbaut und bemalt worden.

Es sind die Klassiker einer jeden Stadt, die auch in Basel das Herz eines Hobbyfotografen höher schlagen lassen. Das Rathaus in Basel ist ein Kunstwerk für sich. Die Fassade fällt nicht nur durch ihre rote Farbe auf, sondern auch durch die Fassadenmalerei, die auf den Betrachter durchaus verspielt wirken mag. Romantische Aufnahmen können hier sowohl im Innenhof als auch in den Arkaden geknipst werden.

Insider-Tipp: Wem das Gebäude zu unbelebt erscheint, der kann sich vom Trubel auf dem Marktplatz zu einer Aufnahme inspirieren lassen. Hier können beim Feilschen, Handeln und Verkaufen belebte Momentaufnahmen gemacht werden. Aber Achtung beim Fotografieren von Kindern.

 

 

 

 

Waren Rathaus und Marktplatz Ausgangspunkt für eine Erkundung der Stadt, muss der Blick anschließend auf die Architektur schweifen, denn diese ist in der Altstadt Basels wahrlich einmalig. Das Spalentor ist eines von drei Stadttoren, welches bis heute erhalten geblieben ist. Und auch das St. Alban-Tor ist Zeitzeuge aus dem Jahr 1400. Noch älter ist das St. Johanns-Tor, das bereits kurz nach einem großen Erdbeben in der Mitte des 14. Jahrhunderts errichtet wurde. Mindestens ebenso geschichtsträchtig ist die Mittlere Brücke, die bereits im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts eröffnet wurde.

Abbildung 2: Gut geglückt ist diese fotografische Herausforderung, die Brücke bei Nacht und mit ihren funkelnden Spiegelungen im Rhein abzulichten. Zum Vergleich: Hier kann nachgelesen werden, wie die Bilder zum Zürcher Flughafen bei Nacht entstanden sind.

 

Basel Stadt Tinguely Brunnen

 

 

Insider-Tipp: Der Tinguely-Brunnen ist vor allem bei Sonnenschein ein besonders schönes Bildmotiv. Dann wird aus dem Wasserbecken samt Maschinenskulpturen ein wahres Postkartenmotiv. Im Winter werden aus dem Wasser dort Eisskulpturen, deren Deutung mächtig viel Phantasie erfordern.

 

 

 

 

Das Wahrzeichen der Stadt: das Basler Münster

Abbildung 3: Nicht nur das Baseler Münster ist ein Foto wert, sondern auch der Platz davor, der als Veranstaltungsort dient.

Die Mittlere Brücke und das Basler Münster liefern sich einen erbitterten Kampf, wer wohl das bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist. Fakt ist: Hoch über den Dächern der Stadt ließen sich sogar beide Wahrzeichen im Bild festhalten. Die Bischofskirche, das Basler Münster, geht in ihren Grundfesten auf das Jahr 1019 zurück und ist ein Stilmix aus Romanik und Gotik. Hoch empor ragen die Türme aus rotem Sandstein und bunten Ziegeln. Der Platz, der das Münster umgibt, ist zum beliebten Veranstaltungsort avanciert. Daran war mitunter die „Pfalz“ schuld, denn wer auf der Terrasse mit diesem Namen verweilt, hat einen schönen Ausblick – mitunter auf den Rhein.

Insider-Tipp: Nur einen Steinwurf von der Altstadt und vom Rhein entfernt befindet sich das Hyperion Hotel Basel, das Ende September eine große Wiedereröffnung feiert. Es eignet sich nicht nur als Unterkunft für einen Foto-Trip nach Basel, sondern im richtigen Zimmer sogar als optimaler Ort für eine „Über-den-Dächern-Basels“-Aufnahme.

 

 

 

 

 

 

 

Die moderne Seite der Stadt

Abbildung 4: Der Roche-Turm ist eines der vielen Wahrzeichen der Stadt. Er ist weit über die Grenzen hinaus sichtbar.

 

 

Nach einem Spaziergang durch die Altstadt darf das moderne Pendant nicht fehlen. Der Messeturm ist das Wahrzeichen des modernen Basels und ragt 105 Meter in die Luft. Das höchste Gebäude ist indes der Roche-Turm, der nicht nur ein Wahrzeichen ist, sondern auch über die Stadtgrenzen hinaus deutlich sichtbar ist. Freizugänglich sind die Architekturpfade in der Stadt, die vor allem eine Herausforderung für Fotografen bergen: Die modernen Züge der Architektur wirken vor allem in Bezug zu etwas. So ist es wichtig, das fotografische Pendant geschickt zu wählen, um die architektonische Vielfalt noch besser zur Geltung bringen zu können. Mindestens ebenso künstlerisch mutet der Hammering Man an, der am Aeschenplatz zu bestaunen ist. Auch bei diesem beliebten Fotomotiv ist es wichtig, einen Bezug herzustellen, um die Größendimension deutlich herauszuarbeiten. Kreativ wird es auch in den alten Räumlichkeiten der Brauerei Warteck. Dieser Ort für Kunst- und Kulturliebhaber liegt knapp einen Kilometer vom Zentrum entfernt.

Insider-Tipp: Ähnlich wie auf dem Marktplatz in der Altstadt fungiert die Markthalle als Ort, an dem den kulinarischen Genüssen Raum gewährt wird. Dem Kuppelbau und dem Verkaufstreiben gleichermaßen fotografisch gerecht zu werden, ist die Herausforderung, der sich die Fotografen hier stellen müssen. Für Industrial Fotografie eignet sich sowohl das Brauerei-Gelände als auch das Zentralstellwerk.

 

Nachfolgend noch ein paar ältere Bilder von einem Photowalk in Basel mit Mitgliedern aus der fotocommunity.de:

Geometrie an grossen Gebäuden – Immer ein tolles Motiv
Fotografieren in Basel macht viel Spass
Basel 2004 – Newspaper
Photowalk mit Fotobegeisterten von der fotocommunity.de
Tolle Formen und Muster. Hier gibt es unendlich viele Motive zum Fotografieren.

 

 

Dieser Bericht entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Mitarbeiter Peter Baumann. Vielen Dank.

Abbildung 1: pixabay.com © Hans (Creative Commons CC0)
Abbildung 2: pixabay.com © chiaro_di_luna  (Creative Commons CC0)
Abbildung 3: pixabay.com © Hans (Creative Commons CC0)
Abbildung 4: pixabay.com © clickphoto (Creative Commons CC0)

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