Im letzten Blog zeigte ich zwei praktisch identische Aufnahmen einer Maurice Lacroix Uhr. Ein Bild wurde mit der Nikon D800 und dem qualitativ hochwertigen 105mm Makro von Nikon erstellt. Die andere Aufnahme entstand mit der Systemkamera von Olympus, der OM-D E-M5 und dem Kit Objektiv 12 – 50mm. (Der ursprüngliche Bericht: Olympus OM-D E-M5 oder Nikon D800? Wer sieht den Unterschied?)
Die Auflösung lautet wie folgt: Das Bild 1 stammt von der Nikon D800 mit 105mm Makro
Das Bild 2 wurde mit der Olympus OM-D und dem 12-50mm Objektiv aufgenommen
Zum besseren Vergleich habe ich die gezeigten Bilder noch überlagert:
Was macht man bei schlechtem Wetter und mit einer schmerzhaften Rippenprellung? Man(n) geht ins Fotostudio und macht ein paar Experimente.
Mein Modell
Als Fotomodell musste heute meine Maurice Lacroix Les Classiques Chronographe Automatique herhalten. Uhren faszinieren mich schon seit ich die Uhrzeit ablesen kann. Maurice Lacroix ist nicht so bekannt wie z.B. IWC, Rolex, Certina oder wie sie alle heissen. Doch hinter ML steckt eine spannende Geschichte. Zudem hat ML eine eigene Manufaktur. Das ist selbst bei Edelmarken nicht selbstverständlich.
Aufbau
Der Aufbau war relativ einfach. Ich legte die ML Classique auf einen schwarzen Glanzlack Würfel. Dann richtete ich in einem Abstand von ca. 50cm eine Okta-Softbox von Links auf die Uhr und von Rechts benutzte ich das gerade herumstehende Stripelight, um ein etwas räumlicheres Licht zu erhalten. Die Uhr reinigte ich mehr oder weniger Erfolgreich mit einem Mikrofasertuch.
Und zuletzt geht es noch um die Uhrzeiger Stellung. Es gibt viele Theorien und Abhandlungen über das Thema, welche Uhrzeit man an einer abfotografierten Uhr einstellt. Ich richtete mich grob nach der Grundregel “zehn nach Zehn”. Spätestens jetzt werdet ihr auf jedem Uhrenbild die eingestellte Uhrzeit anschauen
Von Freitag auf Samstag hatte ich Besuch von meinem besten Freund Steve. Wir arbeiteten an einer neuen Homepage für den Rollstuhlclub Chur. Am Samstag Frühmorgens schnappte ich mir dann kurz seine Olympus und machte draussen hinter unserem Haus ein paar Testaufnahmen.
Die Bildgestaltung mit dem Bildschirm ist für mich Gewöhnungsbedürftig. Ich fotografiere normal nur mit dem eingebauten Sucher.
Doch gerade bei so tiefen Kamerapositionen wie beim folgenden Bild zeigt sich ein verstellbarer Monitor als sehr vorteilhaft. Mit der D800 hätte ich das Bild ‘blind’ erstellt. Also Kamera runter halten, abdrücken, kontrollieren, korrigieren und wieder abdrücken.
Hier kann man das Bild direkt am Monitor komponieren und abdrücken. Die Farben und die Schärfe sind perfekt. Mehr braucht es nicht,
Aber auch der elektronische Sucher ist überraschend gut. Sobald man mit dem Gesicht in die Nähe des Suchers kommt, schaltet der Touchscreen ab und der Suchermonitor ein.
Immer wieder bin ich dazu verleitet eine tiefe Kameraposition einzunehmen und den Monitor aufzuklappen.
Die Tiefenschärfengestaltung kann man bei der OM-D mit der einer APS-C Spiegelreflex Kamera vergleichen. Ich arbeite gerne im A-Mode (Apperture priority / Zeitautomatik). Man wählt also die Blende und die Kamera berechnet die passende Belichtungszeit.
Die RAW Daten, die Olympus mit der Endung .ORF betitelt, sind rund 14 MB gross. Das ist OK für eine 16 MB Kamera und wesentlich besser als die 40 MB der Samsung NX-200.
Der Autofokus funktioniert sehr schnell und genau.
Nahaufnahmen funktionieren auch mit dem Standard Zoom sehr gut. Die Anschaffung eines Makro Objektives kann man daher auch etwas hinausschieben, ausser man ist auf Makroaufnahmen spezialisiert.
Hier noch eine Aufnahme von meiner Wetterstation (Davis Vantage) dessen Messdaten ich praktisch in Echtzeit auf meiner Lufingen Homepage www.lufingen-info.ch hochlade.
Die getestete Kamera ist mit dem zweiteiligen Batteriehandgriff ausgerüstet. Das macht die Kamera griffiger und ermöglicht eine bequeme Portrait Haltung. Dafür wirk die Kamera wesentlich grösser als klassische Systemkameras. Die vielen Knöpfe kamen mir teilweise in die Quere. Ich drückte ab und zu versehentlich auf die rundum angelegten Knöpfe.
Wenn ich nicht nächstens die Gelegenheit habe die Fujifilm X-E1 zu testen werde ich mich wohl für die Olympus OM-D E-M5 entscheiden. Denn die Kamera überzeugt mich absolut als “Immerdabei” Kamera.
Heute Abend war das Wetter optimal für erste Timelapse Test – Aufnahmen.
Also machte ich mich mit meinem Equipment auf den Weg und startete meine ersten Timelapse Versuche.
Mit einer Stirnlampe installierte ich das Slider Gestell und positionierte darauf den Dolly mit der Nikon D800 und das Sigma 12 – 24mm. Die Programmierung des Sliders werde ich mal separat beschreiben.
Der CineMoco Slider im seinem ersten Timelapse Einsatz:
Bitte Bild anklicken. (Bei der verkleinerten Vorschau wirken die Bilder viel dunkler als im Grossformat.)
Um den ersten Testfilm zu rendern benötige ich noch etwas Zeit. Erste Erkenntnisse gab es trotzdem bereits.
1. Die Temperatur war um den Gefrierpunkt und nach ca. 45 Minuten ist das Objektiv beschlagen. Die Bilder wurden zusehends verschwommener. Die Berichte über beheizte Objektive haben als durchaus ihre Berechtigung.
2. Um die Zeit etwas zu verkürzen machte ich nebenbei ein paar LAPP Aufnahmen. Natürlich sollte man genug Abstand zum Timelapse Bildausschnitt einhalten. So hat es zwischendurch einzelne Aufnahmen wo man mich rumturnen sieht.
3. Testaufnahmen sollte man eher am Tag machen. In der Nacht sind die Betriebsbedingungen wesentlich erschwert.
4. Der Vordergrund (Schilf) ist zu weit von der Kamera entfernt. Die Bewegung der Kamera ist so nicht sehr gut erkennbar.
LAPP – Light Art Painting Photography
Geplant war eine Stunde Aufnahme mit dem Slider. So konnte ich in der Zwischenzeit verschiedenste Lichteffekte ausprobieren.
Diese Aufnahmen machte ich mit der Nikon D300 und einem Nikkor 12 – 24mm. Der Qualitätsunterschied zur Nikon D800 ist bei diesen Nachtaufnahmen extrem. Die D300 rauscht bei ISO 800 schon wesentlich stärker als die D800 bei ISO 3200.
Lichtspuren im Moor
Hier eine klassische LAPP (Light Art Painting Photography) Lichtkugel. Ein klassisches Einsteiger Motiv.
Etwas dunkel geraten: Blauer Lichterzauber. Bei kalibriertem Monitor und grossem Bild kann man jedoch auch den Hintergrund noch erkennen.
Ich werde wohl auch die LAPP Aufnahmen mit der Nikon D800 machen müssen. Die D300 hat einfach zu wenig Dynamik um diese extremen Lichtverhältnisse ordentlich abzulichten.
Heute machten wir einen kurzen Spaziergang durch Lufingens Landschaft. Obwohl ich zur Zeit gegen Grippesymtome ankämpfe, kann ein kleiner Spaziergang nicht schaden. Lieber hätte ich natürlich meinen neuen CineMoco Slider ausgetestet, aber dafür fühle ich zu schlapp.
Schon vor einiger Zeit besorgte ich mir ein Vollformat Ultraweitwinkel Objektiv. Denn für Timelapse Aufnahmen eignen sich Weitwinkel Objektive sehr gut. Die Auswahl für FX Objektive ist nicht so gross wie bei DX Objektiven. Schlussendlich entschied ich mich für das Sigma 12-24mm F4.5-5.6 DG HSM II. Diverse Testberichte mit dem Sigma 12-24 zusammen mit der Nikon D800 attestierten ganz gute Testergebnisse.
Hier also erste Ergebnisse von sonntäglichen Spaziergang.
Diese Aufnahme ist etwas beschnitten. Die Rand Vignettierung habe ich künstlich mit Lightroom 4 nachträglich eingefügt. Mir gefällt dieser Vignetierungseffekt sehr gut und kommt bei mir öfters zum Einsatz.
Nicht jedes Motiv eignet sich für Weitwinkel Aufnahmen. Doch diese Pfütze am Waldrand drängte sich förmlich für eine 12mm Aufnahme auf. Ich hielt die Kamera schräg und nur wenige cm über den Boden.
Anstatt mich in den Dreck zu liegen machte ich einfach ein paar ‘Blinde’ Schnappschüsse bis der Ausschnitt passte. Hier wäre eine Systemkamera mit Klappdisplay von Vorteil. Doch drei Versuche reichten bis der Ausschnitt passte. Zudem kann man bei den 36 Megapixeln von der D800 auch nachträglich grosszügig beschneiden.
Einige Meter weiter spazierten durch dieses wunderschöne mini Moor Schutzgebiet. Hier werde ich in den nächsten Tagen bestimmt mal den neuen CineMoco Slider austesten. Sobald ich wieder fit bin.
Die Randunschärfe des Sigma Ultraweitwinkel-Objektives ist auf den ersten Blick sehr ausgeprägt. Doch z.B. beim folgenden Stimmungsbild stört das nur wenig. Im Gegenteil, es verleiht der Aufnahme eine gewisse Dynamik.
Kurz vor Ende unseres Spazierganges trafen wir dann noch diese süssen Wollknäuel. Also montierte ich kurzerhand das Nikkor 24 – 140mm f4 um etwas näher ans Geschehen ranzukommen.
Schafe sind gute Fotomodells. Sie sind ein bisschen ‘gwundrig’ und bewegen sich nicht all zu schnell. So kann man sich tolle Szenen erarbeiten und verschiedene Motive ausprobieren.
Für das folgende Motiv musste das Sigma DG 120-400mm 1:4.5-5.6 APO HSM an die Nikon D800.
Wer sich für die digitale Spiegelreflex Fotografie entscheidet, sollte sich nie davor scheuen, öfters mal das Objektiv zu wechseln.
Dieses Bild ist für mich ein passendes Symbolfoto für die letzten Stunden im alten Jahr.
“Was kommt im 2013 alles auf uns zu?”
Plötzlich begann es leicht zu regnen, so machten wir uns endgültig auf den Heimweg. Noch schnell ein letzter Blick zurück zu den knuddeligen Schafen…
Der gut einstündige Spaziergang tat uns sehr gut und ich konnte dabei noch ein paar Schnappschüsse machen. Zudem fand ich eine passende Stelle um mit meinem neuen Timelapse Slider erste Testaufnahmen zu machen. Was will man mehr?
Gestern Nacht war ich mal wieder auf Fototour für mein Nachtprojekt. Kurz vor Mitternacht machte ich einen kurzen Halt bei dieser kleinen ‘Tanke’.
Da ich geometrische Motive sehr mag, entschied ich mich für eine frontale Aufnahme. Die Gestaltung des Bildes übernahmen hier die Erbauer der Tankstelle. Einzig den Abfallkübel hätten Sie etwas besser platzieren können
Wegen der starken Lichtdynamik (Neonlicht von Oben, Schattenwurf nach Unten) stellte ich die Nikon D800 auf JPG Aufzeichnung, um die HDR Funktion zu aktivieren. Denn HDR geht nur im JPG Mode!
Mann kann HDR nicht aktivieren wenn man den Aufnahmemodus auf RAW oder RAW+JPG eingestellt hat. Umgekehrt kann man bei aktiviertem HDR Mode die Kamera nicht mehr auf RAW umstellen.
Kamera auf’s Stativ gesetzt, ISO 400 gewählt und 0.7 Sek bei f11 belichtet. Durch den HDR Mode belichtet die Kamera zusätzlich je 3 Blenden höher und tiefer und mixt daraus das fertige Bild.
Somit erübrigt sich eine nachträgliche Belichtungskorrektur praktisch gänzlich.
Anklicken für Original Auflösung:
Die eingesparte Zeit nutzte ich daher um ein bisschen an der Schärfe rum zu schrauben.
Kann man denn an einer 3000 CHF Kamera mit einem 1500 CHF Objektiv überhaupt noch mehr Schärfe herausholen? Ja, kann man.
Obwohl JPG Bilder bereits in der Kamera stark nachgeschärft werden, haben viele Bilder durchaus noch Schärfepotenzial. An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass ein Bild nicht zwingend scharf sein soll um perfekt zu wirken. In diesem Fall finde ich es jedoch passend.
Doch Vorsicht, ein Nachschärfen über klassische Schärfungsfunktionen führt rasch zu einer unerwünschten Treppenbildung, besonders bei scharfen Kanten.
Die Treppenbildung entsteht auch bei gut geschärften Bildern, wenn man diese danach verkleinert. So gibt es durchaus auch Techniken wo man zuerst ein Bild unscharf machen muss um es vernünftig verkleinern zu können. Bei RAW Bildern passiert dieser Effekt weniger, weil das Rohbild in der Kamera eben nicht geschärft wird.
Generell sollte man nicht zu wild an der Schärfe rumschrauben. Lieber viele kleine Schritte vornehmen als einmal so richtig heftig schärfen.
Hier der Vergleich zwischen der geschärften Variante und der Version wie sie die Kamera ausgibt:
Das Ergebnis erreichte ich durch eine mehrfache Kombination von “Unscharf maskieren” und dem “Hochpass Filter”. Ein Teil der Schärfung wendete ich nur selektiv an.
Meine Blog-Vorschaubilder weisen bereits die erwähnte Treppenbildung auf. Am stärksten bei den schwarzen Tankschläuchen. Grund dafür ist, dass ich im grossen Bild das Maximum herausholte und danach das Bild auf 650 Pixel verkleinerte. Besser wäre gewesen für beide Bildgrössen separate Nachschärfungen vorzunehmen.
Hier sieht man gut, dass ich in mehreren Stufen arbeitete:
Spasseshalber habe ich noch einen Bildausschnitt genommen und mit etwas weniger Aufwand ebenfalls nachgeschärft. Das sieht dann so aus.
Unbearbeitetere Ausschnitt vom Tankstellenbild. (Hier kann man tatsächlich noch für CHF 1.77 tanken)
Und das kommt heraus wenn man einmal “Unscharf maskieren” und einmal den Hochpass Filter anwendet
Und hier noch ein etwas übertriebenes Beispiel wenn man zuviel an der Schärfe rum geschraubt hat:
Hier habe ich noch ein kurzes Video Tutorial gefunden von “PhotoshopARTZ” wo das Schärfen via Hochpass Filter im Photoshop kurz und verständlich erklärt: