Disco Festivall Bülach (1986) Disco Limelite und Disco Explosion

Vor einer Woche berichtete ich über die Disco Limelite.
Heute zeige ich ein echtes Zeitdokument aus dieser coolen Discozeit. Ich fand einen Videofilm vom Disco Festival Bülach aus dem Jahre 1986.

Vor kurzem betrachtete ich ein paar alte Fotos aus den 80er Jahren. Beim verfassen des Blogs über die Zeit der Disco Limelite, erinnerte ich mich an ein paar alte Videokassetten, die irgendwo in einer Schachtel herumlagen.
Kurzerhand organisierte ich einen VHS Videorekorder und ein Arbeitskollege leihte mir ein Set “Magix Video easy – Retten Sie Ihre Videokassetten”. Damit digitalisierte ich die vermutlich 25 Jahre lang unangetasteten Videokassetten. Die Qualität ist noch erstaunlich gut.

Den Film liessen wir damals von einem professionellen Videofilmer aufnehmen und schneiden. Da man 1986 noch analog kopierte, ist meine Aufnahme nur eine Kopie der ursprünglichen Aufnahme. Wenn man bedenkt, dass damals eine VHS Videokamera nur eine Auflösung von 320 x 240 Punkten erreichte und dies auf einem flexiblem Magnetband speicherte, ist die Bildqualität erstaunlich gut. :-)

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

1986 hatten wir schon eine stolze Anlage in unserem Portfolio. Kommerzielle Wanderdiscos machten es uns jedoch nicht gerade leicht als Regionaldisco bestehen zu können. Um bei der Materialschlacht von Licht und Ton gegen die ‘Grossen’ mitzuhalten, organisierten wir des Öfteren Gemeinschaftsanlässe mit mehreren Wanderdiscos zusammen.

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Disco Limelite in Bülach (1983 – 1990)

Nebst meinen aktuellen Hobbys hatte ich früher noch einige andere Hobbys. Eines davon war Disco Anlagen bauen und Discoveranstaltungen durchzuführen.

Als ich etwa 15 Jahre jung war starteten wir zu Dritt mit dem Bau von Licht- und Soundanlagen. Schon damals interessierte ich mich intensiv für elektronische Geräte. :-)
Leider habe ich nur noch wenige eingescannte Bilder aus dieser Zeit.

Es war eine mega coole Zeit. Nach 2 Jahren intensiver Zeit am Computer (Commodore VC20 und Commodore 64) verliess ich endlich mal wieder mein Kinderzimmer und beschäftigte mich mit dem Thema Disco.

Erste Versuche starteten wir in einem gemieteten Keller. Die Lautsprecher waren gegenüber der Lichtanlage ziemlich überlegen.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Die Geräte waren zum Teil gemietet, vieles war aber selbst gebaut. So auch der Verstärker links neben dem Peavey Amplifier. Da unser Verstärker etwas warm wurde, mussten ein paar 12cm Lüfter ein bisschen nachhelfen. Trotz der bescheidenen Anlage verlegten wir unzählige Meter an Kabeln.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Nebst der Lichtanlage wuchs auch unser Disco-Team mit der Zeit auf 8 Personen an. Einer steht hier hinter der Kamera. Das war dann wohl ich :-)

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Die ersten Veranstaltungen fanden in kleinerem Rahmen statt. Wir zählten, soviel ich mich noch erinnere, trotzdem bald über 100 Eintritte.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Die Lichtanlage bauten wir in vielen Freizeit Stunden selber zusammen. Ganz speziell war die Neonröhren Wand. Mit elektronischen Schnellstartern schafften wir es, dass die FL-Lampen im Takt der Musik blinkten.
Jeder Lichteffekt war eine autarke Lösung und hatte sein eigenes Steuergerät. Serielle Ansteuerung oder gar digitale Adressierung war damals noch ein Fremdwort.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Reto und Christian lernten FEAM (Fernmelde- und Elektronik Apparatemonteur) und ich verdiente meine Sporen als Fernseh- und Radioelektroniker ab. Unser Elektro- und Elektronikwissen half uns natürlich bei der Entwicklung unserer Licht- und Soundanlage.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Immer mehr und immer grösser war schon damals die Devise. Mehr Glühbirnen und mehr Power.
Hier stehe ich, mit Dauerwelle, stolz vor ‘meiner’ über 3 Meter hohen und breiten Lichtwand.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Wir investierten jeden Franken von unseren Lehrlingslöhnen in die Anlage. Ich verdiente ja immerhin 200 CHF pro Monat im ersten Lehrjahr. Im vierten Lehrjahr waren es dann schon 450 Franken.

Unsere Lichtsteuerung erhielt ein grosses 19″ Rack. Verschiedene Steuergeräte reihten sich in einzelnen 19″ Einschüben übereinander.
Zuoberst gibt es 4 Triac Leistungsmudule a 8 Kanäle für die Lampen. Im Störungsfall konnte man ein Modul herausziehen und einzeln reparieren. Die restlichen Kanäle liefen während dieser Zeit weiter. Darunter folgt das E-EPROM programmierbare Steuergerät.
In der Mitte ein 25 Kanal Matrix Steuergerät. Jeder Kanal erhielt nebst einer LED auch eine separate Sicherung.
Darunter ein Panel mit Schaltern welche 24 Relais auslösten. Damit steuerten wir verschiedenste Geräte wie Spiegelkugel, Nebelmaschine, PAR 36 Spots und vieles mehr.

Zuunterst dann noch das Kraftwerk. LED Leuchtmittel kannte man damals noch nicht. So kamen vor allem Glühbirnen mit 60 Watt zum Einsatz. Also benötigten wir eine Stromzufuhr von 3 * 40 Ampere. :-)

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

So wuchsen unsere Veranstaltungen von Jahr zu Jahr. Während unseren besten Jahren zählten wir über 1’000 Besucher pro Anlass.

Hier ein paar Plakate aus dieser Zeit. Bei den Grossveranstaltungen taten sich mehrere Wanderdiscos zusammen. Hier z.B. in der Stadthalle Bülach zusammen mit der Disco Skylab.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Mariano war unser Grafiker. Er gestaltete mehrheitlich unsere Plakate. Auch erfand und zeichnete er unseren Mr. Limelite.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

 

Wir hatten auch Sponsoren die einen Teil der z.T. hohen Kosten deckten.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Eines der grossen Highligts war 1987. Disco Pentagon, Disco Limelite und Midnight präsentierten den massenhypnotiseur Hardy Sherman und die Sänger Humphrey Roberts und Steve Thomson.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Ein klassisches Disco Limelite Plakat…

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

welches man des Öftern im Zürcher Unterland antreffen konnte.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Und das war vermutlich das zweitletzte Plakat unserer Disco Ära.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Hier eines der wenigen Bilder die ich von der Stadthalle Bülach gefunden habe.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Natürlich waren wir unheimlich stolz, dass die Regionalzeitungen Bülacher Unterländer und Bülacher Tagblatt über unsere Veranstaltungen berichteten.

Dieser Bericht wurde nach dem ersten grossen Anlass geschrieben. Man beachte die Einleitung “Disco ist doch nicht tot.”

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Weitere Berichte folgten.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Cool, ein Foto von mir in der Lokalpresse. :-)

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Sieben Jahre nach der Schlagzeile “Disco ist doch nicht tot” holte uns diese Schlagzeile wieder ein. Disco Limelite ging 1990 in Rente.Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Resümee

Es war eine coole und lehrreiche Zeit. Wir lernten nicht nur wie man Verstärker und Lichtshows baut. Wir erteilten Aufträge an Druckereien und hängten über 400 Plakate grossräumig auf. Zudem verteilten wir hunderte von Handzetteln. Es gab auch Anzeigen und wir mussten bei der Polizei antraben wegen unerlaubtem Plakataufhängen oder wegen Lärmbeschwerden. Wir schlossen Mietverträge ab, druckten Visitenkarten, organisierten Helfer und lernten LKW fahren.

Am Tag der Disco holten wir morgens um 8 Uhr den Miet LKW ab. Die ersten Jahre fuhr immer mein grosser Bruder weil wir noch gar nicht fahren durften. Die Anlage war bei Reto, Christian und mir verteilt. Das einsammeln dauerte fast 2 Stunden. Bis um 20 Uhr richteten wir dann die Anlage ein und dekorierten die Stadthalle. Die Disco dauerte in der Regel bis 24 Uhr. Spätestens um 1 Uhr war aber endgültig Schluss. Dann starteten die Aufräumarbeiten. Diese dauerten zum Teil bis am Sonntag frühmorgens um 8 Uhr.

Zudem mussten wir lernen mit Geld umzugehen. Schon damals bezahlten wir 2000 CHF für die Miete der Stadthalle, mussten Billettsteuer, die Plakate, Anlagen- und Lastwagenmiete bezahlen.

Wir lernten auch mit Druck umzugehen. Wenn die Türen um 20 Uhr öffneten (ja, früher ging man noch um 20 Uhr in die Disco) und eine Stunde vor Start lief die Soundanlage nicht ging der Puls schon etwas höher. Bei der Lichtanlage brannten 15 Minuten vor Türöffnung ein paar Sicherungen durch usw. oder wir löteten die letzten Kabel bei Türöffnung zusammen.

Unglaublich, das war vor über 23 Jahren…

 

Timelapse Aufnahme mit der Nikon D800 – Lufingen

Heute experimentierte ich mal wieder mit der eingebauten Timelapse Funktion der Nikon D800.

So habe ich von unserem Balkon aus ganze 3 Stunden lang alle 3 Sekunden eine Aufnahme machen lassen.
Die Fokussierung habe ich auf manuell gestellt. Die Kamera lief in der Zeitautomatik (A). Ich stellte die Blende auf f8 ein um im besten Schärfebereich des Objektives aufzunehmen.
Die Belichtungszeit wurde durch die Kamera laufend an die Lichtverhältnisse angepasst.

Das Tolle an dieser Funktion der Nikon D800: Die Kamera macht vollautomatisch einen Full HD Film im .MOV Format. Die Datei für die 3 Stunden Aufnahme wurde 312 MB gross.
Die Filmwiedergabe verkürzt sich auf ganze 2 Minuten. Ich brauchte nur die Datei auf den Computer zu kopieren und dann auf Youtube hochzuladen.
Keine Bearbeitung, keine Korrekturen usw.
Übrigens war nach den 3 Stunden der Akku ziemlich leer. Wer über eine längere Zeit solche Aufnahmen machen möchte, muss also für genügend Strom besorgt sein.

Ausser den tollen Wolkenformationen ergab sich Leider keine besondere Lichtsituation.
Spannend am Ergebnis finde ich einfach die gute Bildqualität in der 1080p Wiedergabe. In den tieferen Auflösungen lohnt sich der Film kaum anzuschauen.
Timelapse Aufnahme von Lufingen in Richtung Oberembrach:

Aktuell läuft die Kamera in einer zweiten Runde. Mal schauen wie es nach dem Sonnenuntergang aussieht.

Zeitraffer Kurzfilm mit der Nikon D800

Heute nach dem kurzen Gewitter machte ich mit der Nikon D800 einen Kurzfilm.

Ich machte alle 3 Sek. eine Aufnahme. Im Menü Zeitrafferaufnahme kann man die Abstände der Bilder einstellen. Ansonsten stellt man die Kamera ganz normal ein, wie wenn man ein Foto machen möchte. Bei der Zeitrafferaufnahme stellt die D800 gleich eine MP4 Datei zusammen. Wenn man statt ein Film einzelbilder aufnehmen will, benutzt man die darüber liegende Funktion Intervallaufnahme. Hier erstellt die D800 für jede Aufnahme ein Einzelbild. Ich werde in der nächsten Zeit noch ein paar Versuche mit dieser Aufnahmetechnik machen…

So richtig zur Geltung kommt das Kurzfilmchen nur wenn man es im Vollbildmodus anschaut und beim “Zahnradsymbol” auf 1080p (HD) umstellt.

Balance – Ein spannender Kurzfilm zum nachdenken

Balance ist ein spannender Kurzfilm der zum Denken anregen soll.
Wenn Du bereit bist rund 7 Minuten in diesen Film zu investieren wirst Du das nicht bereuen.

Unser ganzes Leben ist ein Balanceakt. Manchmal ist es ganz einfach die Balance zu halten, manchmal nicht. Und wenn wir mal aus der Balance geraten sind kommt es plötzlich ganz anders. Aber seht selbst…

Weitere Informationen über den 1990 mit einem Oskar prämierten Film gibt es bei Wikipedia >>>