Olympus OM-D E-M5 Firmware Update V 1.6

Am 19. Februar 2013 ist eine neue Firmware für die Olympus OM-D E-M5 herausgekommen.

Die Systemkamera OM-D E-M5 enthält zwei verschiedene Firmware-Varianten.
Eine ist für den Body (also das Gehäuse) und die zweite Version ist für die Lens (also die Objektive).

So kann Olympus getrennte Firmware Versionen führen. Meine Kamera wurde mit der Version Body: 1.2 und Lens: 1.1 ausgeliefert.
Die Version Lens ist natürlich davon abhängig, welches Objektiv gerade an der Kamera angeschlossen ist. Jedes Objektiv kann nämlich eine andere Version enthalten.

Die getrennten Firmwaren führen zu einem etwas unglücklichen Update Handling. Man muss nämlich jedes Objektiv an die Kamera anschliessen und je Objektiv ein separates Update durchführen.

Dies ist also die neuste Firmware:

Firmware update for OM-D series
Model name
ver.
Description
How to update
Release
E-M5
1.6 Click here Digital Camera Updater
Feb. 19, 2013

Um die Firmware auf der Kamera durchzuführen muss man den “Digital Camera Updater” auf dem Computer installieren.

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Test – Fotobuch Fujifilm A4, quer, brillant

Fotos machen ist eine Sache, Fotos präsentieren eine andere. Eine der beliebtesten Präsentationsvarianten ist sicher das Fotobuch.

Im letzten Jahr bereisten wir zwei Wochen lang die wunderschöne Blumeninsel Madeira. Im Dezember stellten meine Frau und ich mit Hilfe der Fujifilm Fotobuch Software ein ziemlich dickes Fotobuch zusammen. Wir entschieden uns für das A4 grosse, querformatige Fotobuch mit Brillant-Glanz.

Heute berichte ich über das Ergebnis.

Fujifilm Fotobuch A4, quer, brillant

Das Endergebnis überzeugte uns zur vollsten Zufriedenheit. Der Weg dahin war jedoch etwas holprig.
Die Fotobuch Software ist rasch herunter geladen und auf meinem Windows 7 Rechner installiert. Danach wählt man das gewünschte Fotobuch.

Fujifilm Fotobuch A4, quer, brillant

 

Die Software ist intuitiv bedienbar und benötigt keiner Bedienungsanleitung. Für die Seitengestaltung gibt es viele Vorlagen und so kann man rasch starten. Die aussortierten Bilder kopiert man am besten in einen separaten Ordner. Danach wählt man jeweils ein Bilderschema aus und zieht danach ein Bild um das andere auf die Layoutseiten.

Fujifilm Fotobuch A4, quer, brillant

 

Vielleicht lag es ja an den relativ hochauflösenden Bildern aus der Nikon D800. Auf jeden Fall stockte die Software relativ oft bei der Zusammenstellung. Da ich mit meinem Powerrechner auch Videoberabeitung mache kann es nicht an der Performance liegen. 8 GB Ram sollten auch genug sein. Überhaupt übertrumpft der Rechner die Minimalempfehlungen von Fujifilm um ein vielfaches. Trotzdem war das Blättern eine richtige Geduldsprobe. Alle 15 Minuten gab es eine zusätzliche Zwangspause für die Autospeicherung.

Fujifilm Fotobuch A4, quer, brillant

 

Für die 72 Seiten und rund 650 Bilder benötigten wir schlussendlich zwei Sonntag Nachmittage. Die saubere Verarbeitung des Fotobuches und die super gute Printqualität entschädigen jedoch den grossen Arbeitsaufwand.

Einzige Beanstandung ist die unpräzise Ausrichtung der Seiten. Wie man am folgenden Bild sieht, ist die in der Software angegebene Mittellinie um mehrere Millimeter verschoben. Die Bildlinie liegt nicht direkt im Flaz des Buches.

Fujifilm Fotobuch A4, quer, brillant

 

Dieser Fehler zieht sich konsequent durchs ganze Fotobuch wo es eine Ausrichtung an der Mittellinie hat. In Zukunft werde ich entweder genug Abstand zur Mitte planen oder dann gleich bewusst überlappend anordnen.

 

Fujifilm Fotobuch A4, quer, brillant

 

Normalerweise würde ich nicht 650 Bilder auf 72 Seiten ‘quetschen’. Meistens gilt auch bei einem Fotobuch “Weniger ist mehr”. Da wir aber ein Fotobuch unseren Reisebegleitern schenkten, stand die dokumentarische Bedeutung vor den gestalterischen Aspekten. Auch für uns selbst ist es eine tolle Erinnerung, darum dürfen es hier durchaus etwas mehr Bilder sein.

 

Fujifilm Fotobuch A4, quer, brillant

Wenn ich ein Fotobuch gestalte um es möglichst vielen Leuten zu zeigen, würde ich mir eher die Rosinen heraussuchen und nur 100 – 200 Bilder zeigen.

Die Farbwiedergabe von Fujifilm ist unglaublich präzis. Ich habe alle Bilder im Lightroom und z.T. mit Photoshop nach meinem Geschmack bearbeitet. Auch Helligkeit und Kontrast wurden im Fotobuch unverändert wieder gegeben. Ein wichtiger Aspekt wenn man selber die Bilder bearbeitet.

Fujifilm Fotobuch A4, quer, brillant

Die Druckqualität sieht genau gleich gut aus wie wenn ich ein Bild mit meinem Semiprofessionellen A2 Drucker Epson 3880 printe.

Fujifilm Fotobuch A4, quer, brillant

Die Seiten sind einiges dicker und fester als bei den klassischen Digital Druck – Fotobüchern. Auch das wertet das Fotobuch auf. Selbst wenn man ein Buch mit 24 Seiten drucken lässt, gibt das ein beachtenswertes Buch.
Fujifilm Fotobuch A4, quer, brillant

Auch wenn man ein Fotobuch am besten bewerten kann wenn man es in den Händen hält, helfen Detailaufnahmen von Fotobüchern bei der Produktwahl.

Fujifilm Fotobuch A4, quer, brillant

Dies vermisse ich bei den meisten Fotobuch Hersteller Seiten. Darum machte ich etwas mehr Fotos von unserem Buch.

Fujifilm Fotobuch A4, quer, brillant

Die Lieferzeit betrug etwa 10 Tage. Da wir das Buch im Dezember bestellten, ist das soweit OK. Wer ein Fotobuch als Geschenk drucken lässt, sollte dies auf jeden Fall frühzeitig in Angriff nehmen.

Der stolze Preis von CHF 125.- plus Versandkosten lohnt sich auf jeden Fall. Es wird auf jeden Fall nicht unsere letztes Fotobuch sein von Fujifilm.

Fujifilm Fotobuch A4, quer, brillant

Ballenberg – Detailaufnahmen

Spannende Bilder im Freilichtmuseum Ballenberg aufnehmen. Wie geht das?

Wenn man bei Google nach Bildern mit dem Begriff “Freilichtmuseum Ballenberg” sucht, bekommt man zu etwa 60% Bilder von alten Häusern angezeigt. Das ist nicht falsch, denn um typische, alte Schweizer Häuser geht es ja schlussendlich.

Doch was fasziniert die Tausenden von Zuschauern die jährlich den Ballenberg besuchen? Sicher faszinieren die verschiedenen Häuser und deren Bauart. Aber ist das wirklich alles? Wenn man etwas genauer hinschaut, gibt es noch unzählig viele Details zu entdecken die den Charme der Ballenberg Häuser ausmachen. Es sind Werkzeuge, Maschinen, Blumendekorationen, Formen, Farben und vieles mehr.

Also lohnt es sich auf die Details zu konzentrieren und diese zu fotografieren. Auch wenn man auf den ersten Blick nicht mehr erkennt was das Abgelichtete überhaupt ist, faszinieren solche Bilder unter Umständen mehr als dutzende von abfotografierten Häusern. Natürlich kann es nicht schaden auch ein paar Häuser aufzunehmen. Egal ob es am Schluss ein Fotobuch, eine Diashow oder einfach ein paar Smartphone Bilder gibt, wenn man die Bilder anderen Leuten zeigt, bieten solche Aufnahmen viel mehr Abwechslung als 50 Fotos von alten Häusern. Probiert es selbst mal aus.

Hier ein paar Ideen und Anregungen was man so alles fotografieren kann…

 

Mit einer Spiegelreflex Kamera oder einer Systemkamera kann man mit Hilfe einer offenen Blende eine geringe Tiefenschärfe erreichen. Das gibt dem Bild viel Tiefe und damit Lebendigkeit. Hier ist der Blickfang ausnahmsweise genau in der Mitte. Obwohl einer der Grundregeln in der Fotografie ist, dass man Objekte nicht mittig platzieren soll, darf man immer mal wieder diese Regel brechen.

Ballenberg

Starke geometrische Formen sind immer ein gutes Motiv. Hier ist die Radnabe bewusst an den Rand platziert worden. So kommen die Speichen viel mehr zur Geltung.

Ballenberg

Es muss nicht immer alles scharf abgebildet werden. Das zerknitterte Tischtuch bietet eine gute Ablenkung und einen Gegenpol zum gedeckten Tisch. Man darf auch mal ein Bild absichtlich überbelichten. Die Sonne scheint durch die kleinen Fenster in den Raum. Gegen hinten wird es jedoch rasch dunkel. Helle Räume gibt es erst seit etwa den 80iger Jahren wo man mehrfach Isolierglas entdeckte. In den alten Holzhäusern gab es kaum weisse Wände. Ein weiterer Grund warum Wohnräume früher immer dunkel waren.

Ballenberg

Eine meiner Lieblingsobjekte. Fester. Obwohl das Fenster selbst rechteckig ist, wurde oben ein Bogen gebaut. Wurde der Bogen aus statischen Gründen gebaut? Oder war das um etwas mehr Licht in den Raum zu bekommen? Oder machten Sie den Bogen einfach aus optischen Gründen?

Ballenberg

Es ist noch nicht so lange her, da beleuchtete man Räume mit Petrollampen. Diese gaben ein warmes aber nicht allzu helles Licht ab. Heute nicht mehr vorstellbar, eine Petrollampe die massenhaft Russ produziert. Nach den Petrollampen gab es nur noch die klassischen Glühbirnen, die Sparlampen und heute die LED Lampen.

Ballenberg

Die aufgemalten Tür- und Fensterrahmen gaben dem Haus seine persönliche Note. Noch ein Pflanzentopf davor und fertig ist das Stilleben.

Ballenberg

Und wie eingangs erwähnt kann man auch das eine oder andere Haus fotografieren. Schlussendlich dokumentiert man ja einen Ausflug zum Freilichtmuseum Ballenberg. Hier umgewandelt in einen Braun-/Sepiaton. Damit wird das Alter des Hauses noch mehr verstärkt.

Ballenberg

Wer jetzt Lust bekommen hat auf den Ballenberg muss sich noch etwas gedulden. Denn das Freilichtmuseum öffnet seine Tore erst am 13. April 2013 wieder.

 

Kurztest: Systemkamera Samsung NX210 – Teil 2

Der Zufall will es, dass ich die Samsung NX200 ebenfalls in der Weihnachtszeit testen konnte.

So konnte ich am Samstagabend den Nachfolger, die Samsung NX210 ebenfalls an unserer Weihnachtsbeleuchtung austesten. Dieses Mal hat es sogar Schnee, sogar sehr viel Schnee. :-)

Weihnachtsbeleuchtungen kann man am besten während der Abenddämmerung oder in den frühen Morgenstunden aufnehmen. Die meisten fotografieren Weihnachtsbeleuchtungen bei voller Dunkelheit. Das ist jedoch sehr schwer, ausser man befindet sich z.B. in einer gut beleuchteten Stadt. Der Nachteil ist natürlich, dass die Abenddämmerung nur sehr kurz ist. So hat man sehr wenig Zeit für tolle Bilder.

Ich nutze also die späte Abenddämmerung und das kam dabei heraus.

 

Alle Bilder sind ohne Hilfe eines Stativs und ohne Blitz entstanden. Die Kamera stand auf Auto ISO und Zeitautomatik. Ich steuerte also einzig die Blende. Die Bilder wurden mit Adobe Lightroom 4 nachbearbeitet.

 

Bereits hier ist das Licht sehr hell im Verhältnis zur Umgebung. Trotzdem entsteht durch die gelben Lämpchen eine gemütliche, warme Lichtstimmung.

 

Mit Systemkameras kann man genau so gut wie mit Spiegelreflex Kameras eine sehr geringe Tiefenschärfe erreichen. Dies ist nebst der Wechselobjektive einer der grössten Vorteile gegenüber Kompaktkameras und Smartphone Fotoapparaten.

 

Im vorherigen Bild wurde auf den Hintergrund fokussiert, hier auf den Vordergrund.

Die Dämmerung ist schon fast vorbei und es wird rasch dunkler. Der Kontrast zwischen den Lämpchen und dem Hintergrund wird immer grösser.

 

Manchmal können auch unscharfe Aufnahmen von Weihnachtsbeleuchtungen schön aussehen. In diesem Fall war es jedoch keine Absicht. Die Samsung NX210 hatte zunehmend Mühe mit dem Autofokus.
Ich weiss noch nicht woran das lag. War es die Kälte oder die zunehmende Dunkelheit? Am Schluss schaffte ich keine scharfen Aufnahmen mehr und musste den Test beenden.


Hier kann man die Aufnahmen mit denen von der Samsung NX200 vergleichen >>>

Irgendwie finde ich, dass die Bilder der NX200 etwas knackiger sind. Das kann aber auch an der Nachbearbeitung liegen. Zudem habe ich hier die Bilder nicht mit Photoshop auf die Vorschaugrösse von 650 Pixel verkleinert. Die Verkleinerung übernahm hier WordPress. Dadurch wirken die Bilder etwas dunkler als wenn ich sie mit Photoshop aufbereite.

Zusammengefasst überzeugt mich die NX210 trotz kleiner Mängel genau so gut wie die NX200. Die Samsung ist eine sehr gute Systemkamera und rangiert bei technischen Tests recht weit vorne.

Ich hoffe, dass es am Sonntag noch für ein paar weitere Testaufnahmen reicht. Cool wäre wenn sich die Sonne mal zeigt. :-)

Kurztest: Systemkamera Samsung NX210 – Teil 1

Vor gut einem Jahr stellte mir Samsung Schweiz den Vorgänger, die Samsung NX200 zur Verfügung. Die Bildqualität überzeugte mich so sehr, dass sie zum Teil meine Nikon D300 übertrumpfte. In der Zwischenzeit legte ich mir eine Nikon D800 zu.

Bis jetzt konnte ich mich noch nicht entscheiden, was für eine Systemkamera ich mir zulegen will. Aktuell ist die Fujifilm X-E1 und die Olympus OM-D E-M5 im Rennen. Ob die Samsung NX210 mich noch umstimmen kann, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Nicht jeder Tag drängt sich dazu auf um auf Fototour zu gehen. Auch Heute war nicht der perfekte Tag für Outdoor Aufnahmen. Trotzdem spazierten wir noch ein paar Meter im Dorf und danach musste einmal mehr unser Garten als Model herhalten. Die folgenden Bilder sind bis auf eine Ausnahme mit Lightroom 4 nachbearbeitet.

Vielen Dank an Samsung Schweiz und Rotronic AG welche mir diesen Test durch die Kamera-Leihgabe ermöglichten.

Erste Testbilder mit der neuen Systemkamera Samsung NX210

Die erste Aufnahme ist unbearbeitet und zeigt, dass die Lichtmessung auch bei schwierigen Lichtverhältnissen zuverlässig funktioniert.

Moderne Kameras bieten immer mehr Bildbearbeitungsfunktionen direkt in der Kamera. Dies ist das Ergebnis der Samsung Funktion “Smart Filter” – “Antik Film 1″.
Das Filter kann man während der Aufnahme oder wie hier auf ein bereits aufgenommenes Foto anwenden.

Schneebilder sind sehr anspruchsvoll für die Kamera Belichtungs – Automatik resp. für den Fotografen wenn er manuell belichtet.

Schneelandschaften eignen sich gut für Schwarzweiss Bilder. Oft neigen Winterbilder zu starken Farbstichen.
Das folgende Bild enthält fast keine Farbinformationen. Also besser gleich alle Farben weglassen, als ein dunkles Grün der Tannen und dunkles Braun der Häuser durchschimmern zu lassen.
Blick über das Dorfzentrum von Lufingen.

Ein weiterer Kandidat für Schwarzweiss. Hier habe ich mich jedoch nachträglich für eine Sepiatonung entschieden.

Ein Versuch mit dem Smartfilter “Miniatur”. In der Fotografie besser bekannt unter den Begriffen Tilt/Shift oder Lensbaby. Das Motiv eignete sich jedoch nicht optimal für den Miniatur Effekt.
Blick auf den unteren Dorfteil von Lufingen

Hier nochmals eine einfache Aufnahme mit dunklem Schopf vor hellem Hintergrund. Die Randabdunklung stammt nicht von der Kamera. Die habe ich erst im Lightroom 4 zugefügt.

Zusammengefasst kann ich wiederum sehr von der Bildqualität der kleinen Spiegellosen schwärmen.

Als DSLR ‘Nerd’ bin ich mich gewohnt meine Motive durch den Sucher zu gestalten. Die Samsung NX-210 hat keinen Sucher. Man gewöhnt sich jedoch recht schnell an die neue Situation.
Bei meiner Nikon D800 vermisse ich es nicht, dass man den Monitor nicht umklappen kann. Bei der Samsung Kamera hätte ich mir aber ein Klappdisplay gewünscht. Die Bildqualität im Display kann ich als sehr gut bezeichnen.

Weiter Infos folgen im Teil 2 …

 

Hier findest Du diverse Blogbeiträge über meine Tests mit der Samsung NX200 >>>

Scharfe Tankstelle – Bilder nachschärfen

Gestern Nacht war ich mal wieder auf Fototour für mein Nachtprojekt. Kurz vor Mitternacht machte ich einen kurzen Halt bei dieser kleinen ‘Tanke’.

Da ich geometrische Motive sehr mag, entschied ich mich für eine frontale Aufnahme. Die Gestaltung des Bildes übernahmen hier die Erbauer der Tankstelle. Einzig den Abfallkübel hätten Sie etwas besser platzieren können :-)
Wegen der starken Lichtdynamik (Neonlicht von Oben, Schattenwurf nach Unten) stellte ich die Nikon D800 auf JPG Aufzeichnung, um die HDR Funktion zu aktivieren. Denn HDR geht nur im JPG Mode!
Mann kann HDR nicht aktivieren wenn man den Aufnahmemodus auf RAW oder RAW+JPG eingestellt hat. Umgekehrt kann man bei aktiviertem HDR Mode die Kamera nicht mehr auf RAW umstellen.

Kamera auf’s Stativ gesetzt, ISO 400 gewählt und 0.7 Sek bei f11 belichtet. Durch den HDR Mode belichtet die Kamera zusätzlich je 3 Blenden höher und tiefer und mixt daraus das fertige Bild.
Somit erübrigt sich eine nachträgliche Belichtungskorrektur praktisch gänzlich.

Anklicken für Original Auflösung:

Die eingesparte Zeit nutzte ich daher um ein bisschen an der Schärfe rum zu schrauben.

Kann man denn an einer 3000 CHF Kamera mit einem 1500 CHF Objektiv überhaupt noch mehr Schärfe herausholen? Ja, kann man.
Obwohl JPG Bilder bereits in der Kamera stark nachgeschärft werden, haben viele Bilder durchaus noch Schärfepotenzial.
An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass ein Bild nicht zwingend scharf sein soll um perfekt zu wirken. In diesem Fall finde ich es jedoch passend.

Doch Vorsicht, ein Nachschärfen über klassische Schärfungsfunktionen führt rasch zu einer unerwünschten Treppenbildung, besonders bei scharfen Kanten.
Die Treppenbildung entsteht auch bei gut geschärften Bildern, wenn man diese danach verkleinert. So gibt es durchaus auch Techniken wo man zuerst ein Bild unscharf machen muss um es vernünftig verkleinern zu können. Bei RAW Bildern passiert dieser Effekt weniger, weil das Rohbild in der Kamera eben nicht geschärft wird.

Generell sollte man nicht zu wild an der Schärfe rumschrauben. Lieber viele kleine Schritte vornehmen als einmal so richtig heftig schärfen.

Hier der Vergleich zwischen der geschärften Variante und der Version wie sie die Kamera ausgibt:

Das Ergebnis erreichte ich durch eine mehrfache Kombination von “Unscharf maskieren” und dem “Hochpass Filter”. Ein Teil der Schärfung wendete ich nur selektiv an.
Meine Blog-Vorschaubilder weisen bereits die erwähnte Treppenbildung auf. Am stärksten bei den schwarzen Tankschläuchen. Grund dafür ist, dass ich im grossen Bild das Maximum herausholte und danach das Bild auf 650 Pixel verkleinerte. Besser wäre gewesen für beide Bildgrössen separate Nachschärfungen vorzunehmen.

Hier sieht man gut, dass ich in mehreren Stufen arbeitete:

Spasseshalber habe ich noch einen Bildausschnitt genommen und mit etwas weniger Aufwand ebenfalls nachgeschärft. Das sieht dann so aus.

Unbearbeitetere Ausschnitt vom Tankstellenbild. (Hier kann man tatsächlich noch für CHF 1.77 tanken)

Und das kommt heraus wenn man einmal “Unscharf maskieren” und einmal den Hochpass Filter anwendet

Und hier noch ein etwas übertriebenes Beispiel wenn man zuviel an der Schärfe rum geschraubt hat:

 

Hier habe ich noch ein kurzes Video Tutorial gefunden von “PhotoshopARTZ” wo das Schärfen via Hochpass Filter im Photoshop kurz und verständlich erklärt: