Disco Festivall Bülach (1986) Disco Limelite und Disco Explosion

Vor einer Woche berichtete ich über die Disco Limelite.
Heute zeige ich ein echtes Zeitdokument aus dieser coolen Discozeit. Ich fand einen Videofilm vom Disco Festival Bülach aus dem Jahre 1986.

Vor kurzem betrachtete ich ein paar alte Fotos aus den 80er Jahren. Beim verfassen des Blogs über die Zeit der Disco Limelite, erinnerte ich mich an ein paar alte Videokassetten, die irgendwo in einer Schachtel herumlagen.
Kurzerhand organisierte ich einen VHS Videorekorder und ein Arbeitskollege leihte mir ein Set “Magix Video easy – Retten Sie Ihre Videokassetten”. Damit digitalisierte ich die vermutlich 25 Jahre lang unangetasteten Videokassetten. Die Qualität ist noch erstaunlich gut.

Den Film liessen wir damals von einem professionellen Videofilmer aufnehmen und schneiden. Da man 1986 noch analog kopierte, ist meine Aufnahme nur eine Kopie der ursprünglichen Aufnahme. Wenn man bedenkt, dass damals eine VHS Videokamera nur eine Auflösung von 320 x 240 Punkten erreichte und dies auf einem flexiblem Magnetband speicherte, ist die Bildqualität erstaunlich gut. :-)

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

1986 hatten wir schon eine stolze Anlage in unserem Portfolio. Kommerzielle Wanderdiscos machten es uns jedoch nicht gerade leicht als Regionaldisco bestehen zu können. Um bei der Materialschlacht von Licht und Ton gegen die ‘Grossen’ mitzuhalten, organisierten wir des Öfteren Gemeinschaftsanlässe mit mehreren Wanderdiscos zusammen.

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Disco Limelite in Bülach (1983 – 1990)

Nebst meinen aktuellen Hobbys hatte ich früher noch einige andere Hobbys. Eines davon war Disco Anlagen bauen und Discoveranstaltungen durchzuführen.

Als ich etwa 15 Jahre jung war starteten wir zu Dritt mit dem Bau von Licht- und Soundanlagen. Schon damals interessierte ich mich intensiv für elektronische Geräte. :-)
Leider habe ich nur noch wenige eingescannte Bilder aus dieser Zeit.

Es war eine mega coole Zeit. Nach 2 Jahren intensiver Zeit am Computer (Commodore VC20 und Commodore 64) verliess ich endlich mal wieder mein Kinderzimmer und beschäftigte mich mit dem Thema Disco.

Erste Versuche starteten wir in einem gemieteten Keller. Die Lautsprecher waren gegenüber der Lichtanlage ziemlich überlegen.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Die Geräte waren zum Teil gemietet, vieles war aber selbst gebaut. So auch der Verstärker links neben dem Peavey Amplifier. Da unser Verstärker etwas warm wurde, mussten ein paar 12cm Lüfter ein bisschen nachhelfen. Trotz der bescheidenen Anlage verlegten wir unzählige Meter an Kabeln.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Nebst der Lichtanlage wuchs auch unser Disco-Team mit der Zeit auf 8 Personen an. Einer steht hier hinter der Kamera. Das war dann wohl ich :-)

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Die ersten Veranstaltungen fanden in kleinerem Rahmen statt. Wir zählten, soviel ich mich noch erinnere, trotzdem bald über 100 Eintritte.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Die Lichtanlage bauten wir in vielen Freizeit Stunden selber zusammen. Ganz speziell war die Neonröhren Wand. Mit elektronischen Schnellstartern schafften wir es, dass die FL-Lampen im Takt der Musik blinkten.
Jeder Lichteffekt war eine autarke Lösung und hatte sein eigenes Steuergerät. Serielle Ansteuerung oder gar digitale Adressierung war damals noch ein Fremdwort.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Reto und Christian lernten FEAM (Fernmelde- und Elektronik Apparatemonteur) und ich verdiente meine Sporen als Fernseh- und Radioelektroniker ab. Unser Elektro- und Elektronikwissen half uns natürlich bei der Entwicklung unserer Licht- und Soundanlage.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Immer mehr und immer grösser war schon damals die Devise. Mehr Glühbirnen und mehr Power.
Hier stehe ich, mit Dauerwelle, stolz vor ‘meiner’ über 3 Meter hohen und breiten Lichtwand.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Wir investierten jeden Franken von unseren Lehrlingslöhnen in die Anlage. Ich verdiente ja immerhin 200 CHF pro Monat im ersten Lehrjahr. Im vierten Lehrjahr waren es dann schon 450 Franken.

Unsere Lichtsteuerung erhielt ein grosses 19″ Rack. Verschiedene Steuergeräte reihten sich in einzelnen 19″ Einschüben übereinander.
Zuoberst gibt es 4 Triac Leistungsmudule a 8 Kanäle für die Lampen. Im Störungsfall konnte man ein Modul herausziehen und einzeln reparieren. Die restlichen Kanäle liefen während dieser Zeit weiter. Darunter folgt das E-EPROM programmierbare Steuergerät.
In der Mitte ein 25 Kanal Matrix Steuergerät. Jeder Kanal erhielt nebst einer LED auch eine separate Sicherung.
Darunter ein Panel mit Schaltern welche 24 Relais auslösten. Damit steuerten wir verschiedenste Geräte wie Spiegelkugel, Nebelmaschine, PAR 36 Spots und vieles mehr.

Zuunterst dann noch das Kraftwerk. LED Leuchtmittel kannte man damals noch nicht. So kamen vor allem Glühbirnen mit 60 Watt zum Einsatz. Also benötigten wir eine Stromzufuhr von 3 * 40 Ampere. :-)

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

So wuchsen unsere Veranstaltungen von Jahr zu Jahr. Während unseren besten Jahren zählten wir über 1’000 Besucher pro Anlass.

Hier ein paar Plakate aus dieser Zeit. Bei den Grossveranstaltungen taten sich mehrere Wanderdiscos zusammen. Hier z.B. in der Stadthalle Bülach zusammen mit der Disco Skylab.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Mariano war unser Grafiker. Er gestaltete mehrheitlich unsere Plakate. Auch erfand und zeichnete er unseren Mr. Limelite.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

 

Wir hatten auch Sponsoren die einen Teil der z.T. hohen Kosten deckten.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Eines der grossen Highligts war 1987. Disco Pentagon, Disco Limelite und Midnight präsentierten den massenhypnotiseur Hardy Sherman und die Sänger Humphrey Roberts und Steve Thomson.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Ein klassisches Disco Limelite Plakat…

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

welches man des Öftern im Zürcher Unterland antreffen konnte.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Und das war vermutlich das zweitletzte Plakat unserer Disco Ära.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Hier eines der wenigen Bilder die ich von der Stadthalle Bülach gefunden habe.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Natürlich waren wir unheimlich stolz, dass die Regionalzeitungen Bülacher Unterländer und Bülacher Tagblatt über unsere Veranstaltungen berichteten.

Dieser Bericht wurde nach dem ersten grossen Anlass geschrieben. Man beachte die Einleitung “Disco ist doch nicht tot.”

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Weitere Berichte folgten.

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Cool, ein Foto von mir in der Lokalpresse. :-)

Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Sieben Jahre nach der Schlagzeile “Disco ist doch nicht tot” holte uns diese Schlagzeile wieder ein. Disco Limelite ging 1990 in Rente.Disco Limelite Bülach von 1983 - 1990

Resümee

Es war eine coole und lehrreiche Zeit. Wir lernten nicht nur wie man Verstärker und Lichtshows baut. Wir erteilten Aufträge an Druckereien und hängten über 400 Plakate grossräumig auf. Zudem verteilten wir hunderte von Handzetteln. Es gab auch Anzeigen und wir mussten bei der Polizei antraben wegen unerlaubtem Plakataufhängen oder wegen Lärmbeschwerden. Wir schlossen Mietverträge ab, druckten Visitenkarten, organisierten Helfer und lernten LKW fahren.

Am Tag der Disco holten wir morgens um 8 Uhr den Miet LKW ab. Die ersten Jahre fuhr immer mein grosser Bruder weil wir noch gar nicht fahren durften. Die Anlage war bei Reto, Christian und mir verteilt. Das einsammeln dauerte fast 2 Stunden. Bis um 20 Uhr richteten wir dann die Anlage ein und dekorierten die Stadthalle. Die Disco dauerte in der Regel bis 24 Uhr. Spätestens um 1 Uhr war aber endgültig Schluss. Dann starteten die Aufräumarbeiten. Diese dauerten zum Teil bis am Sonntag frühmorgens um 8 Uhr.

Zudem mussten wir lernen mit Geld umzugehen. Schon damals bezahlten wir 2000 CHF für die Miete der Stadthalle, mussten Billettsteuer, die Plakate, Anlagen- und Lastwagenmiete bezahlen.

Wir lernten auch mit Druck umzugehen. Wenn die Türen um 20 Uhr öffneten (ja, früher ging man noch um 20 Uhr in die Disco) und eine Stunde vor Start lief die Soundanlage nicht ging der Puls schon etwas höher. Bei der Lichtanlage brannten 15 Minuten vor Türöffnung ein paar Sicherungen durch usw. oder wir löteten die letzten Kabel bei Türöffnung zusammen.

Unglaublich, das war vor über 23 Jahren…

 

TiltWatch – Der iPad Kipp Wächter

Mit TiltWatch* kann man feststellen ob ein Produkt während des Transportes umgekippt wurde.

Natürlich soll dieses kleine Tool kein iPad überwachen. Aber zur Demonstration reicht auch ein iPad 2 :-)
Zwei von diesen Dingern habe ich heute an einem ca. 2 Meter hohen 19″ Schrank entdeckt. Der Industrie Schrank enthielt bereits eingebaute Hardware und bildete damit ein wertvolles 100’000 CHF Paket.

Um die eingebaute Hardware nicht zu beschädigen, muss man das wertvolle Riesenpaket aufrecht transportieren. Man darf den Schrank also nicht auf die Seite legen.

Nun kommt dieses kleine aber wirkungsvolle Gadget zum Einsatz welches die Firma ShockWatch herstellt.

Nehmen wir an das iPad ist der grosse Wertvolle Schrank…

TiltWatch von ShockWatch

Man klebt auf zwei beieinander liegenden Verpakungsseiten einen solchen Kippwächter auf. In der Mitte des weissen Pfeils, welcher nach oben zeigt, sieht man einen chromfarbenen Punkt.

TiltWatch von ShockWatch

Wird nun der ‘Schrank’ auf eine Seite gekippt …

TiltWatch von ShockWatch

… verschwindet der chromfarbene Punkt und man sieht eine rote Fläche.
IF RED inspect contents. Tipping has occurred. Wenn das Feld Rot ist bitte den Inhalt überprüfen. Ein Umkippen wurde erkannt.

TiltWatch von ShockWatch

Wie geht das?

Es ist eigentlich eine ganz einfache, mechanische Lösung. Aber immerhin so genial, dass die Lösung patentiert wurde.

Also habe ich diese kleine Box geöffnet und reingeschaut. Das Ergebnis überrascht.
Ein Metallteil das wie eine Knopfzelle aussieht und ein weisser Kunststoffbügel. Mehr nicht.

TiltWatch von ShockWatch

Der weisse Kunststoffbügel ist an einer Kunststoffachse montiert.

TiltWatch von ShockWatch

Dreht man den TiltWatch auf die Seite bewegt sich der Kunststoffhebel durch seine Schwerkraft.

TiltWatch von ShockWatch

Ab einem gewissen Winkel rollt der Metallknopf, ebenfalls nach der Regel der Schwerkraft gegen unten.

TiltWatch von ShockWatch

Und fällt schlussendlich aus dem kleinen Kunststoff trichter heraus auf den tiefsten Punkt.

TiltWatch von ShockWatch

Wird die teure resp. empfindliche Fracht irgend wann wieder aufgerichtet, kann der Knopf nicht mehr zurück an seinen ursprünglichen Platz.

TiltWatch von ShockWatch

Es muss nicht immer ein elektronische Hightech Gerät sein um etwas zu überwachen.
Wie alles kann man jedoch auch so einen Kippwächter manipulieren resp. zurückstellen. Als ich den Mechanismus zum ersten Mal auslöste, schüttelte ich das Teil wie bei einem Geschicklichkeitsspiel. Nach ein paar Versuchen rutsche der Knopf wieder an seine ursprüngliche Position zurück als wenn nichts passiert wäre.

Auf der Hersteller Homepage ShockWatch findet man noch andere Produkte die z.B. die Temperatur überwachen usw.

Andere Messvorrichtungen

Für elektronische Geräte wie das iPhone oder iPad, aber auch bei Festplatten usw. gibt es raffinierte Überwachungsvorrichtungen wie Feuchtemesser, Betriebszeit Zähler, Betriebstemperatur Sensor oder Sturzsensoren (G-Beschleunigungssensoren). Die Hersteller wissen also sehr genau was mit einem Gerät passiert ist. Wenn also eine Festplatte auf den Boden gefallen ist, können das Fachleute sehr genau auslesen.

* TiltWatch und ShockWatch sind registrierte Produkt oder Firmenbezeichungen

Samsung baut nebst Smartphones auch LED Lampen

Vor kurzem verglich ich eine Glühbirne mit einer LED Lampe >>>

Da wir neu in unserem Geschäft auch LED Lampen verkaufen, drängte sich mir ein etwas erweiterter Test auf.
Heute vergleiche ich darum die drei verschiedenen Lampen Typen: Glühlampe, Sparlampe und LED Lampe.

Das koreanische Unternehmen ist in den verschiedensten Bereichen tätig. Samsung baut nebst Unterhaltungselektronik, Smartphones, Haushaltsgeräte eben auch LED Lampen.
Der LED Beleuchtungsmarkt wird innert kürzester Zeit die Glühlampen und Sparlampen ablösen.

Die Testaufnahmen machte ich ‘zufällig’ mit der Systemkamera NX210, die ebenfalls von Samsung hergestellt wird. Ich berichtete gestern über die Kamera >>>

Aufbau: Um die verschiedenen Lampen vergleichen zu können, stellte ich an der Kamera Zeit, Blende, ISO und Weissabgleich auf Manuell.
Da die Leuchtmittel verschiedene Farbtemperaturen aufweisen, haben die Bilder auf verschiedene ‘Farbstiche’. Hätte ich den Weissabgleich auf Automatik oder auf die jeweilige Lampenfarbe eingestellt, hätten alle Bilder etwa gleich farbig gewirkt.

Der Mensch korrigiert diese ‘Farbstiche’ im Hirn mehr oder weniger zur gleichen Farbe.
Zum Vergleich, wir sehen den Schnee bei oberflächlicher Betrachtung immer Weiss. Wenn man aber etwas genauer hinschaut, sieht man verschiedenste Farben.

Die Sparlampe ganz Links ist eine sogenannte Kaltweiss Lampe. Diese eignet sich eher für ein Büro oder Arbeitszimmer. In einem Wohnzimmer sind eher Warmweiss leuchtende Lampen geeignet.

Die 10 Watt Samsung LED Lampe leuchtet etwas heller als die Ikea 11 Watt Sparlampe. Somit wird die Samsung LED Lampe zu meinem neuen Favorit. Denn der grosse Vorteil bei der LED Lampe ist, dass sie sofort in voller Helligkeit leuchtet und dimmbar ist.

Die etwas günstigere 6.5 Watt LED Lampe von Samsung eignet sich z.B. für eine Treppenhaus Beleuchtung oder für eine Lampe die mehrere Birnen benötigt.

Glühlampen liegen nur noch im Keller herum und werden ausser für solche Tests wohl nicht mehr zum Einsatz kommen. Die Sparlampen sollen ihre Arbeit noch erledigen und werden nach und nach durch LED Lampen ersetzt. Wenn man die 60 Watt Glühlampe mit der 6.5 Watt Samsung LED vergleicht wird rasch klar, eine neue Beleuchtungsära ist eingeleutet.

So sehen die verschiedenen Lampentypen aus:

Beim Test spürte ich mal wieder wie schnell die alten Glühbirnen heiss werden. Ich habe die Birne nur kurz eingeschraubt und gleich wieder abgeschaltet. Trotzdem war sie bereits heiss.
Die 24 Watt Sparlampe wird ebenfalls recht heiss. Aber auch die LED Lampen werden Warm, hier verspricht die Werbung meines Erachtens zu viel, wenn behauptet wird das LED Lampen nicht warm werden.

Samsung LED Lampen kann man günstig bei der Rotronic im Online Shop kaufen >>>

LED Lampen mit E27 Fassung >>>
LED Lampen mit E14 Fassung >>>
LED Lampen mit GU10 Spot-Sockel >>>
LED Lampen mit GU5.3 Spot-Sockel >>>

 

Im Blog vom Oktober berechnete ich die Strom- und Geldersparnis wenn man eine Glühbirne durch eine LED Lampe ersetzt >>>

Hier die einzelnen Leuchtmittel im Grossformat abgebildet:

 

Sparlampe Osram 24 Watt Kaltweiss

 

Sparlampe IKEA 11 Watt Warmweiss

 

Glühbirne Osram 60 Watt

 

LED Sparlampe Samsung 10 Watt Warmweiss 2700K

 

LED Sparlampe Samsung 6.5 Watt Warmweiss 2700K

LED Lampe versus Glühbirne – LED Lampe gewinnt

Heute habe ich zwei neue Leuchtkörper für unsere Nachttisch-Lämpchen gekauft, weil die eine Glühbirne kaputt gegangen ist.

Ich entschied mich für eine LED Lampe von Osram mit 4 Watt mit dem E14 Sockel. Die Modellbezeichnung lautet Osram LED STAR CLASSIC P 20 Warm White. Laut Verpackung hat die 4 Watt LED Lampe eine Leuchtstärke die der einer konventionellen 20 Watt Glühbirne entsprechen soll.

Als absoluter Fan von LED Leuchtkörpern haben mich die CHF 19.80 nicht davon abgehalten, zwei dieser ‘teuren’ LED Leuchten zu kaufen.
Schliesslich haben LED’s (Light emitting diode) diverse Vorteile: Sie brauchen weniger Strom, leben länger, sind erschütterungsfrei und werden fast nicht warm.

Meine ersten LED Lampen vor ca. 5 Jahren waren noch ein Flopp, die kosteten wesentlich mehr und hatten viel zu wenig Leuchtkraft. Das hat sich in der Zwischenzeit massiv geändert, wie auch mein Schnelltest im Fotostudio zeigt:

Links die neue 4 Watt LED Lampe von Osram, rechts die alte 25 Watt Glühbirne.
Obwohl die LED Lampe als “warm weiss” deklariert ist, leuchtet sie ‘weisser’ als die Glühbirne.

Hier ein Beispiel wo nur die 25 Watt Glühbirne leuchtet.

Und nun noch die Variante mit der LED Lampe.

Die LED Lampe leuchtet also mindestens so hell wie die Glühbirne welche über 6 mal mehr Strom verbraucht. Die Nachttisch Lampe mit der Glühbirne wird sehr schnell sehr warm. Bei der LED Lampe spürt man hingegen keine Erwärmung. Das etwas weissere Licht führt bestimmt auch dazu, das die wesentlich sparsamere Lampe sogar etwas heller wirkt. Wer im Bett gerne noch ein Buch liest wird mit der LED Lampe sehr glücklich sein, denn das weissere Licht beleuchtet ein Buch besser als das gelbliche Licht.

Vom Produkt her überzeugt die LED Lampe zu 100 Prozent. Schauen wir uns noch den Verbrauch und die Kosten an.

KOSTEN LEUCHTMITTEL

LED Lampe: CHF 19.80 / Lebensdauer ca. 15’000 Std.
Glühbirne :   CHF 0.80 / Lebensdauer ca. 1’000 Std.

Bei 2 Std. Betriebszeit pro Tag sehen die Kosten nach 20 Jahren so aus:

LED Lampe: CHF 19.80
Glühbirne:   CHF  12.00

KOSTEN STROMVERBRAUCH

LED Lampe: 15’000 Std. bei   4 Watt =  60 kWh * CHF 0.14 = CHF 8.40
Glühbirne:      1’000 Std. bei 25 Watt =  25 kWh * CHF 0.14 = CHF 3.50
Strompreis Niedertarif (Beispiel Kosten in Lufingen)

Bei 2 Std. Betriebszeit pro Tag sehen die Kosten nach 20 Jahren so aus:

LED Lampe: CHF    8.40
Glühbirne :   CHF 52.50

STROMERSPARNIS durch Ersatz der Glühlampe durch LED Lampe

315’000 Watt resp. 315 kW in 20 Jahren
oder
21 Watt/Std. resp. 0,021 kW/Std.

GESAMTKOSTEN auf 20 Jahre hochgerechnet für 1 Nachttisch Lampe

LED LAMPE: CHF 28.20
Glühlampe:   CHF 64.50

Also auch hier gewinnt die Stromsparlampe. Die Betriebskosten einer Nachttisch Lampe halbieren sich trotz der auf den ersten Blick hohen Anschaffungskosten. Wenn man diese Rechnung auf alle Leuchtmittel in einem Haushalt macht, dann wird die Ersparnis entsprechend höher.

INDUSTRIE UND HANDEL

Was man an dieser Stelle aber auch noch erwähnen sollte. Die Herstellungskosten von LED Lampen sind nur unwesentlich höher als die von Glühbirnen. Die Industrie und der Detailhandel verdient sich bei diesem Trend vorerst dumm und dämlich. Jedoch muss man bedenken, dass man rund 15 Mal weniger neue Leuchtmittel einkauft, und somit sich das Verkaufsvolumen der Lampen, zumindest theoretisch reduzieren wird. Pro Lampe reduziert sich in diesem Beispiel der 20 Jahres Umsatz des Detailhandels von 64 Franken auf 28 Franken.

ENERGIE SPAREN – UMWELT SCHÜTZEN

Strom sparen bei Leuchtmitteln, und somit die Umwelt zu schonen, ist im Jahr 2012 keine grüne Politik sondern eine Selbstverständlichkeit.

Wie gesagt ist es unbestritten, dass man als Privatperson mithelfen soll um Energie zu sparen und somit die Umwelt zu schonen. Doch es ist eine Tatsache, dass die öffentliche Hand, die Industrie, der Detailhandel und die Landwirtschaft 2/3 des Stromes verbrauchen und die rund 4 Millionen privaten Haushalte 1/3.

Nur ein kleines Beispiel: Die SBB hat einen Jahresstrombedarf von 2300 Gigawattstunden (Quelle: SBB).
Meine Jahres-Stromersparnis entspricht also einem 1/150 Millionstel von dem was die SBB verbraucht oder anders ausgedrückt, das was ich in einem Jahr an Strom gespart habe, vernichtet die SBB in 0.2 Sekunden.

 

Apple, LAPP Projekt und Fujifilm

Es gibt sehr viel Neues zu berichten aber nur wenig Zeit dazu.

Also spare ich mir die Zeit für einen Bericht, was Apple heute alles an Neuigkeiten vorgestellt hat. Wenn ich Geld hätte um mit Aktien zu handeln, würden es wohl Apple Aktien sein.
Apple entwickelt in einem mega Tempo neue Produkte, dass es einem schwindlig wird. Bei keiner anderen Marke gibt es so viele Leute die der Welt mitteilen wollen, dass Sie niemals ein Produkt von Apple kaufen würden. Das alleine ist ein Indikator für den Erfolg der wertvollsten Marke der Welt. :-) Bei keiner anderen Marke gibt es so ausgeprägt den “Ich kaufe niemals ein Apple Produkt” Mitteilungsbedarf.
Doch was sind die Fakten? Apple präsentiert ein mini iPad (verstehe ich zwar nicht, ich hätte lieber ein Maxi iPad), das neue iPad 4, einen iMac der die Mitbewerber in der Entwicklung um Jahre zurück stellt und ein 13″ MacBook Pro das seinesgleichen sucht.
Kurz gefasste Berichte mit Fakten und Daten, publiziert fast bevor Apple die Produkte vorgestellt hat, findet man auf dem Schweizer Blog TechnikBlog.ch von Hans Fischer.

Ansonsten arbeite ich aktuell an einem selbst entwickelten LAPP (Light Art Performance Photography) Lichtassistent. Das ist eine mit Arduino IR Ferngesteuerte 13 Kanal LED Anzeige. Mehr dazu, wenn das Gerät fertig ist. Ich muss nur noch die letzten 10 LED’s verkabeln, alle 34 LED’s fixieren, die Steuerung um drei Transistorkanäle erweitern und das Programm ein wenig anpassen. Bis am Wochenende sollte der Assistent fertig sein.

Im DigitalLiving Magazin las ich heute einen spannenden Testbericht über die bald erscheinende Systemkamera von Fujifilm, der Fujifilm X-E1. Der grosse Bruder der X-E1, die Fujifilm X-Pro1 ist eine der besten Systemkameras auf dem Markt. Die X-E1 überzeugte jedoch das DigitalLiving Team so sehr, dass sie der X-Pro1 sogar den Rang abläuft.
Fujifilm Schweiz hat mir eine Testkamera versprochen sobald diese in der Schweiz verfügbar ist. Ich werde die Kamera mit meinen unkonventionellen Praxistests unter die Lupe nehmen. Mal schauen wie sich die Kamera im Vergleich zur Olympus OM-D E-M5 schlägt. Ich berichtete über die Kamera in einem Kurztest >>>

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