Der .com Wein

Eigentlich trinke ich ja keinen Wein. Nicht ganz freiwillig, denn ich bekomme von praktisch jedem Wein bereits nach dem ersten Schluck sofort Kopfschmerzen.

Daher probierte ich auch diesen nicht und kann so nicht viel über die Qualität berichten. Nur so viel, dass er den anderen am Tisch geschmeckt hat.

Schlussendlich hat mir einfach der Name des Weines gefallen. Wer kommt auch die Idee einen Wein .com (dot com) zu nennen. :-)
Finde ich einfach Genial.

Wenn ich eine Flasche Wein kaufe, um diese jemandem zu schenken, habe nur wenige Kriterien die zur Auswahl führen.
Das ist sicher mal der Preis, die Herkunft und schlussendlich die Etikette die mich zum Kauf bewegt. Und ich glaube, das machen einige andere Leute etwa ähnlich. Denn nicht alle kennen sich bei Wein wirklich gut aus. Oder? Ich finde es zumindest ehrlich. :-) Und meistens war die Wahl gar nicht so schlecht.

Und so fand ich, dass ich diesen Wein nur wegen des originellen Namens und der schlicht gestalteten Etikette gerne kaufen würde. Habe den .com in unseren Breitengraden jedoch noch nie angetroffen.
Suchmaschinentechnisch ist der Name zudem etwas unglücklich. Denn bei der Suche nach “wein dot com” oder “wein .com” findet man diesen Wein nicht so schnell, auch wenn man noch “portigal” hinten anfügt.

Hightech Strassennetz auf Madeira

Die kleine portugiesische Insel Madeira ist eine sehr schöne Insel für Erholungs- und Wanderferien.
(Infos zu Madeira und Hoteltipps finden Sie hier).

Wer sich die Insel genauer anschauen möchte, und das kann ich wärmstens empfehlen, bucht entweder eins der vielen Insel Ausflugsangebote oder mietet gleich ein eigenes Fahrzeug.
Da ich gerne fotografiere nehme ich lieber ein Mietauto. So bin ich unabhängig und kann dort anhalten wo ich will und so lange ich will.

Das Strassennetz von Madeira ist in einem unglaublich guten Zustand. Viele Strassen scheinen erst in den letzten Jahren neu gebaut oder saniert worden zu sein.
Und das fast bis in die hintersten Dörfer. Dort wo sie keine Strassen bauen konnten wurden einfach Tunnel gebaut. Und das sind nicht wenige.

Der Fahrstil auf Madeira ist im Gegensatz zu z.B. Naxos (Griechische Insel) einiges ruhiger, vorsichtiger und angenehmer.
Einzig an einigen extrem steilen Strassen kommt man evt. ins schwitzen, wenn man wegen Gegenverkehr anhalten, und danach wieder anfahren muss.

Es gibt ein sehr gutes Hauptstrassennetz. So erreicht man alle Orte der Insel innert nützlicher Fahrzeit. Meiner Meinung nach lohnt es sich daher nicht ein Reiseangebot mit Auto und wechselnden Hotels zu buchen. Der Zeitaufwand zum Ein- / Auschecken des Hotels, Koffer aus- /einpacken, orientieren und angewöhnen würde ich eher in etwas fahrzeit investieren und dafür an einem einzigen Ort bleiben.
Von Vorteil ist eine Unterkunft in der Nähe von Funchal. So kann man am Abend spontan in die Hauptstatt gehen und dort durch die Altstadt ziehen und ein feines Nachtessen geniessen.

Hier ein Bilck auf das super moderne Strassennetz von Madeira:

Madeira – In Kirchen fotografieren

In Kirchen zu fotografieren ist ein besonderes Thema. Grundsätzlich gilt, beim Betreten der Kirche zuerst klären ob es erlaubt ist zu fotografieren.

Oft darf man in Kirchen zwar fotografieren, aber nur ohne Blitz. Mit der heutigen Technik ist eine Aufnahme ohne Blitz nicht mehr so schwierig wie früher, wo man noch Filme in die Kamera einlegen musste.
Gerade in im Urlaub hatte man oft wegen dem starken Sonnenlicht Filme mit ISO 100 in der Kamera. Damit war es zumindest ohne Stativ unmöglich ein Foto in einer Kirche ohne Blitz aufzunehmen. Und schnell einen Film mit ISO 800 oder noch empfindlicher einzulegen war nur beschränkt möglich.

Heute dreht man an einem Rädchen und schon kann man von Iso 100 auf z.B. ISO 6400 hochdrehen. Die ISO Automatik schalte ich grundsätzlich immer aus. Ich will selbst bestimmen mit welcher Lichtempfindlichkeit ich fotografiere. Meistens arbeite ich mit ISO 100. In der hier abgelichteten Kirche wählte ich jedoch ISO 6400. Damit erreichte ich bei der Blende 4.0 eine Belichtungszeit von 1/50 Sek.
Für die Nikon D800 ist das schon eine sehr lange Belichtungszeit. Man muss die Kamera also schon sehr ruhig in den Händen halten um ein halbwegs scharfes Bild zu erreichen. Stative sind schliesslich in den Kirchen meistens unerwünscht oder gar verboten. Das gilt es zu respektieren.
Dass ein Bild mit zunehmender ISO Zahl auch zunehmend rauscht ist allgemein bekannt. Doch ist ein verrauschtes Bild besser als ein unscharfes oder gar kein Bild.

Noch eine kurze Anmerkung zum Blitzen. In einer so grossen Kirche zu blitzen macht auch wenn es erlaubt wäre überhaupt keinen Sinn. Denn nebst den hässlichen Schlagschatten die man produzieren würde, reichen die meisten Blitzgeräte nicht für so grosse Distanzen. Also wäre der Effekt, dass der Vordergrund ausgeleuchtet und der Hintergrund sehr dunkel würde.
Leider wissen viele Leute gar nicht wie sie ihr Blitzgerät an der Kamera ausschalten können, insbesondere bei den Kompaktkameras. Und so beobachtet man leider sehr oft, dass trotz Verbot in Kirchen geblitzt wird. Schade! Also unbedingt im Handbuch nachlesen wo man seinen Blitz ein- resp. ausschalten kann. Meistens ist die Standardeinstellung auf Automatik.

Da die Aufnahme mit einer Blende 4 aufgenommen wurde, hat das Bild eine sehr geringe Tiefenschärfe. Der Effekt wird durch den Vollformat Sensor der D800 noch verstärkt.

Die geringe Tiefenschärfe unterstützt dadurch den Tiefeneffekt dieser Aufnahme. Bei der Nachbearbeitung verstärkte ich den Effekt zusätzlich durch ein selektives Scharfzeichnen im Vordergrund.
Beim Nachschärfen muss man jedoch sehr aufpassen, dass man nicht digitale Treppchen bildet. Das lässt die Bilder zwar scharf aussehen, macht aber Kanten und Flächen rasch kaputt.
Ich gehe aber gerne an die Grenzen des machbaren und provoziere dabei oft ein leicht überschärftes Bild. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Bilder durch das Schärfen immer grösser werden.
Alleine das Vorschaubild mit 904*630 Pixeln ist schon 368 kB gross. Das grosse Bild mit 1300*901 Pixeln benötigt sogar 635 kB.

Kirche auf Madeira (Anklicken um ein grösseres Bild zu sehen).

Madeira – 25 Fontes

Wenn man eine Insel besucht, gibt es Orte die in praktisch jedem Reiseführer als besonders lohnenswert erwähnt werden. So werden für Madeira zum Beispiel die “25 Fontes” empfohlen.

Der Nachteil solcher “Geheimtipps” ist, dass es garantiert viele Besucher hat. Der Vorteil ist natürlich, dass man ohne viel Zeitaufwand einen tollen Ort findet. Wenn man zwei Wochen Ferien hat, will man ja die Zeit nicht mit dem Suchen von Foto Locations verbringen. Also besucht man die empfohlenen Orte.

25 Fontes mit vielen Besuchern:

Doch wenn man sich etwas Zeit nimmt und ein bisschen wartet, kann sich das Bild plötzlich ändern.
Wenn man dann noch einen geschickten Standort wählt, ist es durchaus auch möglich eine Totale der 25 Fontes ohne Wanderer aufzunehmen.

Dass man fliessende Gewässer mit einer langen Belichtungszeit aufnimmt ist längst kein Geheimnis mehr. Dazu muss man aber einen Platz finden wo man seine Kamera fest auflegen kann oder man schleppt ein Stativ mit. Ich habe mich an diesem Tag fürs Stativschleppen entschieden.

Dank dem Stativ kann man auch problemlos unterschiedlich belichtete Bilder machen um später daraus HDR Bilder zu basteln.
Da ich keine HDR Software habe, importierte ich zwei Bilder in Photoshop. Photoshop hat eine einfache HDR Funktion eingebaut. Um den Effekt zu verstärken reicherte ich das Ganze mit mehreren Ebenen an welche ich über “Weiches Licht” miteinander kombinierte. Das Bild ist zwar sehr kitschig geworden, aber das gefällt mir in diesem Falle ganz gut:

Ein ganz einfacher und wirkungsvoller Foto Tipp ist immer auch Details aufzunehmen. Auf den ersten Blick will man unbedingt das ganze Wasserbecken und möglichst viel von den kleinen Wasserfällen festhalten. Das ist auch gut. Aber danach sollte man sich auf einzelne Details konzentrieren. Der Vorteil bei dieser Technik ist zudem, dass man wenn möglich näher ran geht und somit keine Touristen im Bild hat.
Gleichzeitig wird die Belichtung wesentlich einfacher, weil man sich auf einen kleinen Ausschnitt beschränkt.

Ich habe mich für eine seitliche Perspektive entschieden um dem Bild etwas mehr Tiefe zu verleihen. Diese Aufnahme habe ich ganze 10 Sekunden belichtet. Bei einer so langen Belichtung muss die Kamera 100% fest stehen. Besonders mit der Nikon D800 mit den 36 Megapixeln wird kein Verwackeln verziehen.

Madeira – Panoramas

Im Mai 2012 machten wir zwei Wochen Ferien auf der portugiesischen Insel Madeira.

Die Insel eignet sich ganz besonders für Wanderferien. Und beim Wandern gibt es oft gute Gelegenheiten für ein paar tolle Panorama Bilder.
Fotografieren in den Ferien ist meistens ein Kompromiss. Wenn man nicht alleine reist, sollte man Rücksicht auf die Reisebegleitung nehmen.

So ist es in der Regel nicht möglich, die gewünschte Zeit aufzubringen um das ultimative Ferienbild zu machen. Profis bereiten sich für solche Aufnahmen schon lange vor der Reise vor. Sie suchen geeignete Standorte, klären den Sonnenstand ab und besuchen die Plätze entweder ganz früh Morgens oder dann spät Abends bei Sonnenuntergang. Also zu der Zeit wo die Touristen entweder noch im Bett liegen oder am Frühstückstisch sitzen oder dand schon ‘Znacht’ essen.

Trotzdem kann man mit wenig Aufwand ein paar Bilder aufnehmen um später ein Panorama daraus zu machen. Über die Technik wie man ein Panorama macht hatte ich schon berichtet: “Making of” Panorama Bild >>>

Diese Bilder habe ich ohne Stativ und zu den klassischen Touristen-Tageszeiten erstellt. Sie geben den Eindruck wieder den man Tagsüber bei den Wanderungen halt so sieht.
Natürlich wäre die Stimmung bei einer roten Abendsonne oder bei Sonnenaufgang viel schöner.

Klicke auf die Bilder um sie im Originalformat zu betrachten. Wenn das Bild bis an den Rand reicht, mit dem Lupensymbol nochmals auf das Bild klicken um es im Originalformat zu betrachten.

Die Oroginalbilder haben eine Kantenbreite von mehreren Zehntausend Pixeln. Daher sind alle Bilder herunter gerechnet.

 

Madeira – In grafischen Formen betrachtet

Ich mag Bilder die grafisch aufgebaut sind. Geometrische Formen, parallele Linien, Rundungen, Architektur und vieles mehr.

Auf Reisen ist man von fast unendlich vielen Dingen fasziniert, weil man es zum ersten Mal gesehen hat oder einfach weil man mehr Zeit hat um die Umwelt etwas genauer anzusehen als im Berufsalltag.

Doch wie kann man das gesehene fotografisch festhalten? Einer der besten Reise-Fototipps ist es, das gesehene auf kleine Ausschnitte und Details zu reduzieren.
Das ist nicht immer einfach. Es gibt so vieles zu sehen und man möchte diesen Eindruck auf einem einzigen Foto festhalten. Doch Zuhause ist man enttäuscht weil die Wirkung gar nicht mehr so eindrucksvoll ist wie es in den Ferien war. Es benötigt etwas Übung um sich von dem faszinierenden Gesamteindruck zu lösen und sich auf einen kleinen Ausschnitt oder ein Detail zu reduzieren. Doch mit etwas Übung bringt das ganz neue und spannende Urlaubsbilder. Einfach mal die Kaffeetasse auf dem Tisch aufnehmen, einen Feuerlöscher an der Ecke ablichten, die alte Registrierkasse im Laden oder einen Fisch der in der Restaurantvitrine ausgestellt ist festhalten. Am besten übt man das bereits vor den Ferien. Einfach mal das Nachbardorf zu Fuss erforschen oder in die nächste Stadt fahren und auf Details achten.

Eine weitere Technik ist es die Motive auf ihre grafischen Formen einzugrenzen respektive zu reduzieren. Denn oft sind es die Formen der Gebäude, von Strassenläufen, von Strassenlapen oder auch von Pflanzen die beeindrucken. Man kann auch mal auf Fototour gehen und z.B. nur Schachtdeckel oder Gartentore usw. fotografieren.

Hier ein paar Beispiele aus den jüngsten Ferien in Madeira.

 

Ein Kreis, ein Rechteck und ein grauer Balken. Ein Ausschnitt von einem alten, unscheinbaren Haus in einer Gasse.
Diese drei Elemente bilden den grafischen Teil. Doch wenn man das Bild etwas länger betrachtet, findet man viele weitere, kleine Details.


Eine riesige Radarkugel auf rund 1800 Höhe über Meer. Die Kugel besteht jedoch aus ganz vielen sechseckigen Elementen.


Skurrile Wege aus steilen Treppen bilden unnatürliche Formen in der schönen Landschaft.
Die kleinen Menschen lassen die Dimensionen ein wenig erahnen.

 

Ein runder Dohlendeckel mit kreativen Mustern auf dem Deckel. Reduziert man den Blick auf die aufgedruckten Muster, stellt man fest, dass diese als Ganzes wiederum weitere Muster bilden.

 

Spiralen, Rechtecke und knuddelige Tierchen aus natürlichen Hecken und Bäumen ‘geschnitzt’.
Ein winziges Guckloch zwischen zwei hochstämmige Grünpflanzen zeigen nur ein winziges Detail der riesigen Parkanlage auf dem Monte. Und trotzdem könnte man alleine diesen kleinen Teil der Parkanlage aus 100 verschiedenen Perspektiven betrachten.

 

Ein simpler ‘Fächer’ aus Gräsern. Die Natur bildet auch ohne menschliche Hilfe viele geometrische Formen.

 

Moderne Architektur inmitten von alten, klassischen Madeira Häuschen. Diese modernen Häuser stehen nahe bei einer Klippe wo es über hundert Meter nach unten geht.

 

Und der krasse Gegensatz zu der modernen Architektur. Alte, verlotterte Bauten. Aber auch hier gibt es klare Linien und Formen.
Die Linien werden jedoch durch die schiefen Läden und das kaputte Geländer mehrfach gebrochen.