Making of Timelapse – Sonnenuntergang über Bülach

Heute nahm ich mal wieder einen Anlauf für eine Timelapse Session mit dem CineMoco Slider.

Im vorherigen Blog postete ist ein paar Bilder von unserem Winterspaziergang. Den Spaziergang nutze ich gleichzeitig um ein passendes Plätzchen für eine Sonnenuntergans Timelapse Aufnahme zu suchen. In der Nähe der Sternwarte Bülach wurde ich fündig.

So fuhr ich nach 16 Uhr an eine erhöhte Stelle auf Eschenmosen wo man einen tollen Blick über Bülach hat. Auch dieses Stimmungsbild machte ich früher mal ganz in der Nähe >>>

Als erstes stellte ich den CineMoco Slider mit einer Länge von 3 Metern auf. Schon bald startete die Nikon D800 mit dem Sigma 12 – 24mm Weitwinkel Objektiv.

In der Zwischenzeit gab es diverse Gelegenheiten um mit ein paar interessierten Spaziergängern zu plaudern. Zudem machte ich mit der Nikon D300 wiederum ein paar Making of Bilder. Auch nach über 100’000 Fotos passieren mir immer wieder Fehler die nicht passieren dürften. So fotografierte ich doch tatsächlich fast den ganzen Abend mit ISO 3200 und merkte es nicht. Früher hätte ich die Bilder gleich gelöscht. Mit Hilfe von Adobe Lightroom 4 kann man zum Glück solche Missgeschicke ein wenig kaschieren und so ein paar Bilder retten.

So sah die ganze Szene aus, als meine Zehen bereits ziemlich durchgefroren waren und ich dauernd auf die Uhr schaute, wann endlich die zwei Stunden vorbei sind.

Panorama (2862 * 800 Pixel) – Links im Bild der CineMoco Slider mit der Nikon D800:panorama-buelach-sonnenuntergang-hd3_1651

Heute hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass alles wie am Schnürchen läuft. buelach-making-of-timelapse-1536

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CineMoco – Timelapse Slider im Einsatz

Heute ein paar etwas kreativ bearbeitete “Making Of” Bilder vom Cinetics CineMoco Slider.

Ich war am Nachmittag etwa 3 Stunden draussen und nahm an zwei verschiedenen Standorten erste Tages-Zeitraffer Bilder auf.

Zuerst bildete ich eine kleine Brücke mit 3 Meter Länge. Somit habe ich bis auf 60cm schon mal die volle Länge ausgekostet. Technisch lässt sich das CineMoco System beliebig verlängern.CineMoco Timelapse

Das Aufstellen war jedoch bereits eine Herausforderung. Zuerst platzierte ich die drei Stative. Danach schraubte ich die Schienen zusammen und montierte die Distanzhalter.

CineMoco Timelapse

Danach musste ich das 3 Meter lange Gestänge auf die Stative legen und fixieren. Die günstigen Stative zeigen dabei bereits ihre Schwäche. Das ganze Konstrukt zusammen mit dem Dolly und der Nikon D800 und dem zusätzlichen Batteriegriff hat ein ganz schönes Gewicht. Besonders die Kunststoffköpfe haben damit etwas Mühe. Trotzdem sass die Kamera stabil genug auf den Schienen. So traute ich mich auf die erste Fahrt über einen kleinen Bach.

CineMoco Timelapse

Ich programmierte die erste Fahrt auf 30 Minuten und 80cm Distanz. Alle 2 Sekunden löste die Slider Steuerung die Nikon D800 per Remotekabel aus.

CineMoco Timelapse

Die Kamera fokussierte bei der ersten Fahrt auf einen Baumstrunk. Danach machte ich eine fortgesetzte Fahrt von 160cm mit dem Fokus auf den mini Wasserfall im Hintergrund.

CineMoco Timelapse

Ok, man sollte rechtzeitig die Speicherkarte wechseln, sonst macht die Kamera irgend wann Feierabend. So passierte es mir, dass nach zwei Dritteln die Kamera nicht mehr weiter aufnehmen konnte.

CineMoco Timelapse

Als ich das Kickstarter Projekt vom CineMoco Slider entdeckte war ich sofort begeistert. Aber erst nach einer Woche traute ich mich als sogenannter “Backer” das Projekt zu unterstützen.

CineMoco Timelapse

Schliesslich wurde der Slider ja erst entwickelt und es gab keine Referenzen für den CineMoco.

CineMoco Timelapse

In der Zwischenzeit bin ich jedoch zu 100% von dem Produkt überzeugt. Die Verarbeitung ist extrem präzise. Die Teile sind sehr robust und passen perfekt aufeinander.

CineMoco Timelapse

Die Steuerung ist einfach zu programmieren und die eingestellten Werte werden präzise eingehalten. So stimmen die eingestellten Distanzen sehr genau, auch wenn ich es nicht nachgemessen habe :-)

CineMoco Timelapse

Und spätestens beim folgenden Bild vergesse ich meine tief gefrorenen Zehen …

CineMoco Timelapse

… und die 3 Stunden Zeitaufwand, für schlussendlich ca. 10 – 20 Sekunden Zeitraffer Material.

CineMoco Timelapse

Und noch ein paar weitere “Making Of” Bilder vom ersten Standort.

CineMoco Timelapse CineMoco Timelapse CineMoco Timelapse CineMoco Timelapse

Danach packte ich die ganze Ausrüstung ist Auto und fuhr knappe 100 Meter weiter.

CineMoco Timelapse

Ich parkierte mein Auto auf einer Brücke und suchte einen neuen Standort für den Slider.

CineMoco Timelapse

Keine Angst, das ist natürlich keine befahrene Strasse. Eigentlich ist hier Fahrverbot. Aber zumindest der Förster, der gerade vorbei fuhr hatte kein Problem mit dem ausgewählten Standort. Im Gegenteil, er fand das ein spannende Sache.

CineMoco Timelapse

Dieses Mal programmierte ich eine Strecke von 2.8 Metern und alle 2.5 Sek. eine Aufnahme. Der Cinetic Computer meldete mir, dass diese fahrt somit 480 Bilder ergibt.

CineMoco Timelapse

Nach einer weiteren Stunde und 480 Bildern war ich definitiv durchfroren.

CineMoco Timelapse

So packte ich alles zusammen und verstaute es im Auto. Kurz einen Check ob ich nichts vergessen habe und ab nach Haues.

CineMoco Timelapse

Die obigen Bilder nahm ich mit meiner Nikon D300 auf.

Nun werde ich die Bilder von der D800 importieren und dann verarbeiten. Also bis bald …

“Making of” Panorama Bild (Koh Samui)

Heute beschreibe ich wie das Panorama am Strand von Koh Samui entstanden ist.

Bevor man ein Panorama zusammenstellen kann muss man natürlich entsprechende Bilder machen.
Wenn man nicht Fotoferien macht muss man nicht zwingend auf ein paar tolle Panorama Aufnahmen verzichten.
Auf einer Passhöhe, am Strand oder beim warten vor dem Heimflug schnell noch ein paar Bilder machen um Zuhause in aller Ruhe ein schönes Panorama daraus machen.

Die Aufnahme

Stativ

Ganz klar, für solche Aufnahmen ist ein Stativ unumgänglich. Profis verwenden sogenannte Nodalpunktadapter (Info in Wikipedia >>>). Ich habe jedoch noch nie mit einem solchen Adapter gearbeitet.
Tagsüber bei genügend Licht kann man die Bilder auch ohne Stativ erstellen.

Kameraeinstellung

Der wichtigste Punkt überhaupt ist die Kameraeinstellung. Die Beschreibung bezieht sich auf Spiegelreflex- und Systemkameras.
Den ISO Wert habe ich zu 95% auf dem tiefstmöglichen Wert, in meinem Fall auf ISO 200, eingestellt. Die automatische ISO Einstellung ist bei mir generell ausgeschaltet.
Zeitautomatik > Blende wählen > Testbild im mittleren Bereich des Panoramas aufnehmen > Bild kontrollieren > wenn das Bild gut ist, Blende und Zeit merken > sonst Einstellung korrigieren
Kamera auf manuelle Belichtung umschalten und die vorher ermittelten Werte (Blende und Zeit) einstellen.
Weil es bei diesem Bild noch sehr dunkel war, ergab sich eine Blende von f/4.8 und eine Zeit von 1/4 Sekunde.
Fokussierung in der Regel auf unendlich stellen oder mit Autofokus z.B. den Horizont fokussieren. Danach den Autofokus abschalten und Schärfe nicht mehr verstellen.
Panorama Bilder nehme ich als JPG auf. Das spart beim zusammensetzen viel Zeit gegenüber einer RAW Aufnahme.
(PS: Wenn ich die Nikon D800 erhalte, werde ich Panos mit maximal der halben Auflösung aufnehmen, also 18 MP statt 36 MP. Ansonsten explodiert die Bildgrösse unnötig um sie am Schluss wieder herunter zu rechnen )

Aufnahme

Kamera auf das Stativ setzen und links mit dem ersten Bild starten. Kamera nach rechts drehen und immer etwa einen Drittel von der letzten Aufnahme überlappen.
Bilder zügig durchfotografieren damit alle Bilder zeitlich möglichst nah beinander liegen. Besonders wenn sich noch ein Schiff im Bild befindet oder andere bewegliche Objekte.
Die Brennweite für Panorama Bilder sollte übrigens nicht unter 50mm gewählt werden. Um so weitwinkliger die Bilder sind um so mehr werden die Bilder verzerrt und lassen sich immer schlechter zusammenführen.

Panorama erstellen

Für die Fotobearbeitung setze ich zwei Programme ein: Adobe Lightroom 4 und Adobe Photoshop CS 5.5

Zur Erstellung des Panoramabildes wird eigentlich nur Photoshop benötigt. Anstelle von Lightroom kann man ein beliebiges Fotobetrachterprogramm benutzen oder Adobe Bridge, welches bei Photoshop gratis enthalten ist. Oder wenn man bereits weiss welche Bilder man für’s Panorama verwenden will, kann man Photomerge direkt aus Photoshop starten.

Zuerst suche ich die beste Serie die sich für ein Panoramabild eignet.

 

Die ausgesuchten Bilder werden markiert und mittels Rechtsklick über den Punkt “In Photoshop zu Panoramabild zusammenfügen…” geöffnet.

 

Adobe Photoshop startet gleich mit dem Photomerge Tool. Alle ausgewählten Bilder sind aufgelistet. Bei Layout wähle ich “Auto”. Ich will ja möglichst rasch ein Panorama zusammenstellen :-) .

 

Je nach Computer, Bilderanzahl und Bilderauflösung rattert es nun einige Minuten bis Stunden. Hier dauerte das Ganze rund zwei Minuten.
Photoshop präsentiert das Ergebnis. Wenn man genau hinschaut, sieht man die Übergangslinien von dem einen Bild zum anderen. Zoomt man die Aufnahme auf über 25%, verschwinden die Linien.

Rechts sieht man für jedes Bild eine Ebene. Wer Photoshop gut kennt beginnt nun an den Masken (Schwarze Balken, links vom Fotoname) die Feinarbeit.
Nicht immer entscheidet sich Photoshop für den besten Übergang. Bei meinen Aufnahmen (1/4 Sek.) ist das sowieso nicht möglich, weil das Wasser ja permanent in Bewegung ist und somit niemals übereinander passt.
Da ich aber zügig zu meinem Panorama kommen will, lasse ich die Masken wie von Photoshop ausgewähl, stehen.
PS: Hat man wie eingangs beschrieben von Links nach rechts fotografiert, kann Photoshop die Bilder schneller zusammenfügen als umgekehrt. Da Photoshop zuerst die richtige Reihenfolge herausfinden muss.

 

Also reduziere ich nun die Bilderebenen auf eine einzige Ebene.

Auf 100% herangezoomt sieht man sehr gut, wo sich die Bildübergänge befinden. Doch wir betrachten gerade einen Ausschnitt von einem Bild mit rund 12’000 * 2’000 Pixeln! Darum beunruhigt mich diese Unschönheit hier nicht.

Würde ich das Bild auf eine Bildschirmbreite von z.B. 1280 Pixel reduzieren, wäre das Bild nur noch 180 Pixel hoch. Darum entscheide ich mich den Bildausschnitt etwas zu reduzieren.
Bei dieser Gelegenheit kann ich den Horizont etwas ausrichten. Mit dem Freistellungswerkzeug ist das in einem Arbeitsschritt erlediget. Und nach einem Klick sieht das Ganze schon sehr schön aus.

Nun reduziere ich das Bild auf die gewünschte Breite. Wegen der oben erwähnten Fehler sollte das Bild nicht breiter als 2’500 Pixel werden weil mann diese sonst sieht.
Mit Photoshop geht das skalieren über die Bildgrösse sehr gut. Was ich hier nicht erwähnt habe sind die verschiedenen Schritte des Nachschärfens. Das beschreibe ich in einem separaten Blog.

Hier ein 100% Ausschnitt von entstandenen Panorama. Die Unschönheiten vom zusammenfügen sieht man durch die Verkleinerung fast nicht mehr.
Wie bereits erwähnt ist das eine simple Lösung um in 10 Minuten ein Panorama zu erstellen. Besonders geeignet, wenn man so wie ich hauptsächlich mit Photoshop arbeitet.
Natürlich gibt es viele andere Programme und Prozesse um Panoramas in einer besseren Qualität zu produzieren.

Zum Beitrag mit dem fertigen Panorama Bild vom Strand von Koh Samui >>>

Making of Fotoshooting

Zwischen den Shootings gibt es ab und zu auch mal eine Gelegenheit für ein “Making of” Foto. :-)

Hier zur Auflockerung mal ein paar Beispiele von zwei verschiedenen Workshops welche Martin Zurmühle organisierte und durchführte:

 

Model Aniza, Heinz Dössegger, Model Jenny, Foto Martin Klose



Model Jenny, Heinz Dössegger, Foto Martin Zurmühle (www.aktschule.ch)

Die dabei entstandenen Bilder vom Workshop in Bonnevaux (F) kannst Du hier anschauen >>>

 

Fotomodel und ich im Wasser, Foto Martin Zurmühle (www.aktschule.ch)

Die dabei entstandenen Bilder vom Aktworkshop an der Côte d’Azur kannst Du hier anschauen >>>

Making of “Aktworkshop” an der Côte d’Azur (F)

Im September 2010 besuchte ich einen Aktworkshop an der Côte d’Azur. Der Workshop wurde durch den meines erachtens besten schweizer Aktfotografen Martin Zurmühle organisiert und durchgeführt.

Während des Workshops filmte ich zwischendurch mit den anderen Teinehmern ein paar Impressionen dieses Intensivkurses. So entstand ein 15 minütiger Film in Full HD der zeigt wie man an so einem Workshop arbeitet und was für Bilder dabei entstehen können.
Nach einzelnen Shooting Sequenzen werden im Film auch die dabei entstandenen Fotos gezeigt.

An den Abenden mussten alle Teilnehmer jeweils ihre besten Bilder des Tages präsentieren. Diese wurden dann gegenseitig sehr kritisch beurteilt. Die Kritiken waren zum Teil ziemlich hart was aber zum Konzept dieses Workshops dazu gehörte. So konnte auch mal ein Bild zu “Geht gar nicht, weil …” abgestempelt werden. Doch genau dadurch lernten wir dazu und konnten uns am Folgetag entsprechend verbessern.

Hier klicken um den Film anzuschauen.

Infos und Kurs- und Workshopangebote von Martin Zurmühle: www.aktschule.ch