Stichworte: Photoshop


“Making of” Panorama Bild (Koh Samui)

15
April

Heute beschreibe ich wie das Panorama am Strand von Koh Samui entstanden ist.

Bevor man ein Panorama zusammenstellen kann muss man natürlich entsprechende Bilder machen.
Wenn man nicht Fotoferien macht muss man nicht zwingend auf ein paar tolle Panorama Aufnahmen verzichten.
Auf einer Passhöhe, am Strand oder beim warten vor dem Heimflug schnell noch ein paar Bilder machen um Zuhause in aller Ruhe ein schönes Panorama daraus machen.

Die Aufnahme

Stativ

Ganz klar, für solche Aufnahmen ist ein Stativ unumgänglich. Profis verwenden sogenannte Nodalpunktadapter (Info in Wikipedia >>>). Ich habe jedoch noch nie mit einem solchen Adapter gearbeitet.
Tagsüber bei genügend Licht kann man die Bilder auch ohne Stativ erstellen.

Kameraeinstellung

Der wichtigste Punkt überhaupt ist die Kameraeinstellung. Die Beschreibung bezieht sich auf Spiegelreflex- und Systemkameras.
Den ISO Wert habe ich zu 95% auf dem tiefstmöglichen Wert, in meinem Fall auf ISO 200, eingestellt. Die automatische ISO Einstellung ist bei mir generell ausgeschaltet.
Zeitautomatik > Blende wählen > Testbild im mittleren Bereich des Panoramas aufnehmen > Bild kontrollieren > wenn das Bild gut ist, Blende und Zeit merken > sonst Einstellung korrigieren
Kamera auf manuelle Belichtung umschalten und die vorher ermittelten Werte (Blende und Zeit) einstellen.
Weil es bei diesem Bild noch sehr dunkel war, ergab sich eine Blende von f/4.8 und eine Zeit von 1/4 Sekunde.
Fokussierung in der Regel auf unendlich stellen oder mit Autofokus z.B. den Horizont fokussieren. Danach den Autofokus abschalten und Schärfe nicht mehr verstellen.
Panorama Bilder nehme ich als JPG auf. Das spart beim zusammensetzen viel Zeit gegenüber einer RAW Aufnahme.
(PS: Wenn ich die Nikon D800 erhalte, werde ich Panos mit maximal der halben Auflösung aufnehmen, also 18 MP statt 36 MP. Ansonsten explodiert die Bildgrösse unnötig um sie am Schluss wieder herunter zu rechnen )

Aufnahme

Kamera auf das Stativ setzen und links mit dem ersten Bild starten. Kamera nach rechts drehen und immer etwa einen Drittel von der letzten Aufnahme überlappen.
Bilder zügig durchfotografieren damit alle Bilder zeitlich möglichst nah beinander liegen. Besonders wenn sich noch ein Schiff im Bild befindet oder andere bewegliche Objekte.
Die Brennweite für Panorama Bilder sollte übrigens nicht unter 50mm gewählt werden. Um so weitwinkliger die Bilder sind um so mehr werden die Bilder verzerrt und lassen sich immer schlechter zusammenführen.

Panorama erstellen

Für die Fotobearbeitung setze ich zwei Programme ein: Adobe Lightroom 4 und Adobe Photoshop CS 5.5

Zur Erstellung des Panoramabildes wird eigentlich nur Photoshop benötigt. Anstelle von Lightroom kann man ein beliebiges Fotobetrachterprogramm benutzen oder Adobe Bridge, welches bei Photoshop gratis enthalten ist. Oder wenn man bereits weiss welche Bilder man für’s Panorama verwenden will, kann man Photomerge direkt aus Photoshop starten.

Zuerst suche ich die beste Serie die sich für ein Panoramabild eignet.

 

Die ausgesuchten Bilder werden markiert und mittels Rechtsklick über den Punkt “In Photoshop zu Panoramabild zusammenfügen…” geöffnet.

 

Adobe Photoshop startet gleich mit dem Photomerge Tool. Alle ausgewählten Bilder sind aufgelistet. Bei Layout wähle ich “Auto”. Ich will ja möglichst rasch ein Panorama zusammenstellen :-) .

 

Je nach Computer, Bilderanzahl und Bilderauflösung rattert es nun einige Minuten bis Stunden. Hier dauerte das Ganze rund zwei Minuten.
Photoshop präsentiert das Ergebnis. Wenn man genau hinschaut, sieht man die Übergangslinien von dem einen Bild zum anderen. Zoomt man die Aufnahme auf über 25%, verschwinden die Linien.

Rechts sieht man für jedes Bild eine Ebene. Wer Photoshop gut kennt beginnt nun an den Masken (Schwarze Balken, links vom Fotoname) die Feinarbeit.
Nicht immer entscheidet sich Photoshop für den besten Übergang. Bei meinen Aufnahmen (1/4 Sek.) ist das sowieso nicht möglich, weil das Wasser ja permanent in Bewegung ist und somit niemals übereinander passt.
Da ich aber zügig zu meinem Panorama kommen will, lasse ich die Masken wie von Photoshop ausgewähl, stehen.
PS: Hat man wie eingangs beschrieben von Links nach rechts fotografiert, kann Photoshop die Bilder schneller zusammenfügen als umgekehrt. Da Photoshop zuerst die richtige Reihenfolge herausfinden muss.

 

Also reduziere ich nun die Bilderebenen auf eine einzige Ebene.

Auf 100% herangezoomt sieht man sehr gut, wo sich die Bildübergänge befinden. Doch wir betrachten gerade einen Ausschnitt von einem Bild mit rund 12’000 * 2’000 Pixeln! Darum beunruhigt mich diese Unschönheit hier nicht.

Würde ich das Bild auf eine Bildschirmbreite von z.B. 1280 Pixel reduzieren, wäre das Bild nur noch 180 Pixel hoch. Darum entscheide ich mich den Bildausschnitt etwas zu reduzieren.
Bei dieser Gelegenheit kann ich den Horizont etwas ausrichten. Mit dem Freistellungswerkzeug ist das in einem Arbeitsschritt erlediget. Und nach einem Klick sieht das Ganze schon sehr schön aus.

Nun reduziere ich das Bild auf die gewünschte Breite. Wegen der oben erwähnten Fehler sollte das Bild nicht breiter als 2’500 Pixel werden weil mann diese sonst sieht.
Mit Photoshop geht das skalieren über die Bildgrösse sehr gut. Was ich hier nicht erwähnt habe sind die verschiedenen Schritte des Nachschärfens. Das beschreibe ich in einem separaten Blog.

Hier ein 100% Ausschnitt von entstandenen Panorama. Die Unschönheiten vom zusammenfügen sieht man durch die Verkleinerung fast nicht mehr.
Wie bereits erwähnt ist das eine simple Lösung um in 10 Minuten ein Panorama zu erstellen. Besonders geeignet, wenn man so wie ich hauptsächlich mit Photoshop arbeitet.
Natürlich gibt es viele andere Programme und Prozesse um Panoramas in einer besseren Qualität zu produzieren.

Zum Beitrag mit dem fertigen Panorama Bild vom Strand von Koh Samui >>>

Kein Kommentar » | Fototechnik

Lightroom 4 auf Englisch verfügbar

6
März

Fotoapparat -> Adobe Lightroom -> Adobe Photoshop

Lightroom ist eines der wichtigsten Werkzeuge für meine Arbeit als Fotograf.
Seit Adobe mit der ersten Version von Lightroom auf den Markt kam war ich mit dabei. Seither kann ich mir eine Bilderworkflow ohne Adobe Lightroom nicht mehr vorstellen.

Natürlich gibt es einige Alternativen zu Adobe Lightroom. Aber schlussendlich ist es wichtig, dass man sich mal für eine Software entscheidet und mit dieser arbeitet.

Seit heute ist die Englische Version von Lightroom 4 erhältlich. Die Deutsche Version wird vermutlich in Kürze folgen.

Auf Grund der zunehmenden Konkurrenz von Bildworkflow – Programmen hat sich Adobe entschieden den Preis nach unten anzupassen. Das ist natürlich erfreulich, denn Adobe Lizenzen sind nicht ganz günstig.

Wichtig. Für mich ich Adobe Lightroom kein Ersatz für ein Bildbearbeitungsprogramm. Dafür verwende ich nach wie vor Adobe Photoshop. Lightroom vereinfacht den Bilderworkflow von der Speicherkarte auf den PC, die Archivierung und die Grundbearbeitung wie auch das wiederfinden von alten Aufnahmen. Zudem kann ich praktisch auf Knopfdruck die Daten für die Kunden DVD von meinen Shootings generieren. Ich organisiere also die beim Fotoshooting erstellten Bilder auf meinem Speichersystem, danach bearbeite ich alle Bilder im Bereich Bildausschnitt, Helligkeit und allfällig störenden Belichtungssfehler. Diese Daten brenne ich als hochauflösendes JPG Bild und als HTML Browservorschau auf eine DVD. Die Kunden erhalten die DVD und suchen sich selbst die besten Bilder heraus. Erst die ausgesuchten Aufnahmen bearbeite ich dann mit Photoshop als Finale Version für meine Kunden.

Viele Fotografen geben nur die Top Bilder aus ihren Shootings an die Kunden ab. Ich bin der Meinung, dass meine Kunden Anspruch auf alle Bilder in voller Auflösung haben. Sie sollen selbst aussuchen welche Aufnahmen ihnen am besten gefallen. Die meisten Fotografen haben jedoch Angst, dass die unbearbeiteten Bilder an die Öffentlichkeit gehen, unter Nennung des Fotografen. Und die Rohbilder sehen halt nicht so aus wie die Bilder die in den Portfolios präsentiert werden. Ich verstehe und respektiere diesen Aspekt. Mir ist das jedoch egal, wenn die Bilder unbearbeitet gezeigt werden. Meine final bearbeiteten Bilder kann man auf diversen Fotoplattformen anschauen >>>

Zurück zu Lightroom 4. Auf fotointern.ch gibt es eine gute Zusammenfassung was Adobe Lightroom 4 alles so kann >>>

Informationen zu Lightroom 4 bei Adobe >>>

1 Kommentar » | Fototechnik, Technik Bilder

Bildbearbeitung Extrem

23
Mai

Heute habe ich ein Bild aus dem Shooting für den Wettbewerb “The Look of Switzerland” ausgesucht um dieses mit Photoshop intensiv zu bearbeiten.

Im Gegensatz zu der klassischen Analog-Fotografie hat die Digitalfotografie einen riesen Vorteil: Man kann die Bilder im Nachhinein digital nachbearbeiten.
Ich würde sogar behaupten, man MUSS die Bilder am Computer nachbearbeiten. Ich zeichne meine Bilder grundsätzlich nur im sogenannten RAW Format auf. Das bedeutet, dass die Aufnahme quasi im “Rohformat” aufgezeichnet wird. Solche Aufnahmen sind gegenüber dem gängigen JPG Format viel flauer und sogar etwas unschärfer. Zur RAW Fotografie und dessen Vorteile und Workflow gibt es eine grosse Anzahl an Fachbüchern. Darauf gehe ich an dieser Stelle jedoch nicht weiter ein.

Dieses Beispiel soll einfach zeigen, wass man aus einer Outdoor Fotoshooting Aufnahme herausholen kann.
Natürlich kann man ein Bild auch kaputt Photoshoppen, wenn man einfach wild an den verschiedenen Reglern herumschraubt.
Doch ein bisschen Experimentierfreudigkeit gehört trotzdem dazu.

Man darf die Arbeit am Photoshop, also die Arbeit nach dem Fotoshooting nicht unterschätzen.
So können schnell mal ein bis zwei Stunden vergehen bis ein Bild schlussendlich passt.

Hier also die bearbeitete Aufnahme mit Angi auf dem Güterzug:

Und hier noch die unbearbeitete Aufnahme “Out of the Box”:

Kein Kommentar » | Portrait Bilder

Ferienfoto – nachbearbeitet

13
April

Hier ein Foto vom Hotel Cordial Green Golf in Maspalomas. Aufgenommen mit einer Olympus Kompakt – Digitalkamera.

Wie die meisten ‘Urlaubsknipser’ habe auch ich die Kamera auf Programmautomatik eingestellt. Einzig die Belichtung habe ich auf 1/3 Unterbelichtung eingestellt.
Das hat zwei Gründe: Die Kamera hat eine Tendenz zur Überbelichtung und zweitens ist ein unterbelichtetes Bild einfacher zum retten als ein überbelichtetes.

Bei dieser Lichtsituation neigt aber sowieso jede Kamera zur Unterbelichtung. Denn obwohl die Stimmung relativ dunkel ist, veranlasst das sehr helle Licht in der Mitte die Kameraautomatik zum unterbelichten. Mit einer Spiegelreflex Kamera hätte ich wohl eine Spotmessung auf einen mittelhellen Bereich vorgenommen.

Von der Gestaltung ist das Bild sehr einfach aufgeteilt. Im Vordergrund die Palmenblätter, im Mittelbereich der Pool und die bunt bemalten Bungalows und im Hintergrund die Wolken und weitere Bungalows im Hintergrund.

Nun noch etwas zur Nachbearbeitung. Das Bild bekam eine Entzerrung der stürzenden Linien. Zudem wurde das Bild noch einiges aufgehellt. Die dramatische Stimmung in den Wolken musste dabei aber erhalten bleiben. Am wichtigsten war für mich dann das entfernen der hässlichen Flutlichter, welche in meinen Augen die Bildgestaltung starkt störten.

So, dann noch schnell das Bild auf Internetgrösse verkleinern und das obligate nachschärfen für’s Internet vornehmen.

Die ganze Bearbeitung nahm etwa 15 Minuten in Anspruch.

 

Hier zuerst das bearbeitete Bild:

 

 

Und das war das Ausgangsbild des Urlaubsschnappschusses:

Abgebildet ist das Hotel (resp. die Bungalowanlage) Cordial Green Golf Maspalomas auf Gran Canaria (Spanien)

Kein Kommentar » | Technik Bilder

Vergleich vor und nach Visagistin

4
April

Soll ich ein Fotoshooting mit oder ohne Visagistin machen?

Diese Frage muss nicht generell mit einem Ja beantworttet werden. Bei nur ca. 20% meiner Fotoshootings ist eine Visagistin engagiert.
Es kommt sehr darauf an was man bei einem Fotoshooting für Bilder erreichen möchte.

In diesem Falle ging es um Beauty Bilder. Sabrina wünschte sich eine Visagistin die sie so verändert, dass es ganz besondere Bilder gibt.
Nach kurzer Besprechung machte sich die Visagistin an die Arbeit. Vorher machten wir noch schnell eine “Vorher Aufnahme”.
Nach gut einer Stunde erkannten wir Sabrina fast nicht mehr. Nebst dem tollen aussehen veränderte sich sogar das Selbstbewusstsein des Models welches zum ersten Mal vor der Kamera stand. Durch ihr starkes Aussehen stand sie sehr selbstbewusst vor die Kamera.

Das ganze Fotoshooting machte so sehr viel Spass und Sabrine hat viel Freude an den Aufnahmen.
Die Bilder wurden zum Abschluss auch noch ein wenig mit Photoshop nachbearbeitet.

Nicht bei allen Fotoshootings ist es erwünscht, dass sich das Aussehen so stark verändert. So wäre eine solche Aufnahme z.B. als Bewerbungsfoto absolut ungeeignet.

Auch bei Familien Shootings oder bei Aktshootings verzichten wir oft auf eine Visagistin. Aber für ein auffälliges Beauty Fotoshootings als Erinnerung, als Sedcard Bild, als Fotogeschenk usw. sind solche Bilder aber total geeignet.

Vorher und Nachher Vergleich bei einem Fotoshooting mit Visagistin:

Kein Kommentar » | Making of

Composing mit Photoshop

8
März

Composing vs. Out of the Box.
Wie stark darf ein Foto am Computer nachbearbeitet werden? Da gibt es immer wieder viele Diskussionen darüber zu lesen. Ich finde dies jedoch Zeitverschwendung. In dieser Zeit mache ich lieber ein Foto-Composing mit Photoshop statt mit zu diskutieren.

Meine Meinung ist, dass von Out of the Box bis zu extrem Photocomposing alles erlaubt ist, solange der Fotograf dies ehrlich deklariert resp. wenn es auf Anhib ersichtlich ist, dass es sich um ein Composing handelt. Bildmanipulationen um andere Leute zu täuschen finde ich dagegen verwerflich.

Meine Bilder sind fast alle im Photoshop nachbearbeitet. Da wird auch mal ein Pölsterchen wegretouchiert oder ein Muttermal, das dem Model nicht gefällt, weggeputzt. Ich werde hier bestimmt immer wieder Beispiele zeigen zum Thema Bildbearbeitung.

Das nachfolgende Bild muss man bestimmt nicht als Composing deklarieren. Hier ist es auf den ersten Blick erkennbar.

Die Aufnahme entstand im Fotostudio mit grauem Hintergrund. Der Rest ist alles per Photoshop reinmontiert worden. Ein Bild von einem Fabrikgebäude, ein Bild von einem Rasen und Digitaler Regen.

Die ganze Komposition benötigte etwa 10 Minuten im Fotostudio und etwa 3 Stunden am Photoshop.

Speziell kam die “Dodge and Burn” Technik zur Anwendung. Diese habe ich bei einem Intensiv Workshop von Calvin Hollywood gelernt. Ein Teufelskerl in Sachen Photoshop. Wer sich für Composing interessiert muss sich unbedingt seine Arbeiten anschauen.

Das ganze Shooting war ursprünglich ein privates Auftragsshooting. Die Kundin wünschte Bilder welche sie ihrem Mann dann schenkte. Auf Nachfrage erhielt ich aber die Erlaubnis, die Bilder auch öffentlich zu zeigen. Sarayh, dafür danke ich Dir.

 

 

Kein Kommentar » | Making of

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